Distale Femurfrakturen: Diagnostik & operative Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2e-Leitlinie der AWMF (DGOU) behandelt das Management distaler Femurfrakturen bei Erwachsenen. Diese Verletzungen machen etwa drei bis sechs Prozent aller Femurfrakturen aus.

Die Ätiologie zeigt eine bimodale Verteilung. Bei jüngeren Menschen dominieren Hochrasanztraumata, während bei älteren Patienten oft Niedrigenergietraumata bei verminderter Knochenqualität ursächlich sind.

Zunehmend relevant sind zudem periprothetische Frakturen bei einliegendem Oberflächenersatz des Kniegelenks. Die Leitlinie schließt Kinder und Jugendliche mit offenen Wachstumsfugen explizit aus.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont die hohe Relevanz der Knochendurchblutung für die Frakturheilung. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Plattenosteosynthese eine überbrückende, elastische Technik bevorzugt werden sollte, um die vital durchbluteten Fragmente zu schonen und die Kallusbildung durch Mikrobewegungen zu fördern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie bleibt die konservative Therapie auf Personen mit Operationskontraindikationen sowie auf stabile, nicht dislozierte Frakturen beschränkt. In diesen Fällen wird eine Ruhigstellung mittels Cast oder Orthese empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei peri- oder subprothetischen Frakturen bei einliegender Knie-TEP die konventionelle oder winkelstabile Plattenosteosynthese. Dies gilt als starke Empfehlung (Evidenzgrad A).

Es wird empfohlen, in den ersten 24 Stunden wiederholte klinische Kontrollen durchzuführen. Bei grenzwertigen Befunden oder fehlender Compliance ist eine intrakompartimentelle Druckmessung die sicherste Methode zur Diagnosestellung.

Ein Fixateur externe wird primär bei polytraumatisierten Personen oder bei kritischem Weichteilschaden zur schnellen Stabilisierung empfohlen. Er dient in der Regel als vorübergehendes Implantat bis zur definitiven Versorgung.

Bei aseptischen Eingriffen soll laut Leitlinie eine einmalige perioperative Antibiotikaprophylaxe (Single-Shot) erfolgen. Längerfristige Gaben zeigten in Studien keine Vorteile gegenüber der Einmalgabe.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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