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Diabetes: Kardiovaskuläre Prävention und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGK-Pocket-Leitlinie (Version 2023) fasst die aktuellen Empfehlungen der European Society of Cardiology (ESC) zum Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patienten mit Diabetes zusammen.

Personen mit Diabetes weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und chronische Nierenerkrankungen (CKD) auf. Die Kombination dieser Erkrankungen erhöht die kardiovaskuläre und die Gesamt-Sterblichkeit signifikant.

Ein zentraler Paradigmenwechsel der Leitlinie ist die Fokussierung auf den direkten Organ- und Prognoseschutz. Die Therapieentscheidung für spezifische blutzuckersenkende Medikamente richtet sich primär nach dem kardiovaskulären und renalen Risikoprofil und nicht mehr ausschließlich nach der glykämischen Kontrolle.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxisaspekt der Leitlinie ist die Entkopplung der kardioprotektiven Therapie vom HbA1c-Wert. Es wird nachdrücklich empfohlen, SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptoragonisten bei Personen mit Typ-2-Diabetes und atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herzinsuffizienz unabhängig von der aktuellen Blutzuckereinstellung und der Begleitmedikation einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei sehr hohem kardiovaskulärem Risiko ein LDL-C-Zielwert von < 1,4 mmol/l (< 55 mg/dl) empfohlen. Zusätzlich sollte eine Senkung des Ausgangswertes um mindestens 50 % angestrebt werden.

Die Leitlinie empfiehlt SGLT2-Inhibitoren (wie Empagliflozin oder Dapagliflozin) über das gesamte Spektrum der Ejektionsfraktion (HFrEF, HFmrEF, HFpEF). Sie senken das Risiko für Hospitalisierungen und kardiovaskulären Tod signifikant.

Für Personen ab 40 Jahren ohne bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung oder schwere Endorganschäden wird der SCORE2-Diabetes-Algorithmus empfohlen. Dieser schätzt das 10-Jahres-Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse.

Nein, SGLT2-Inhibitoren sind bei Typ-1-Diabetes derzeit nicht indiziert. Die Leitlinie warnt vor dem Risiko einer potenziell tödlichen euglykämischen Ketoazidose bei dieser Gruppe.

Es wird eine Kombination aus SGLT2-Inhibitoren und der maximal verträglichen Dosis eines ACE-Hemmers oder ARB empfohlen. Bei Vorliegen einer Albuminurie wird zusätzlich der Einsatz von Finerenon angeraten.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Diabetes (Version 2023) Leitlinien für das Management von kardiovaskulären Erkrankungen bei Patienten mit Diabetes (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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