Diabetes mellitus und Herz: Therapie und Blutdruckziele
Hintergrund
Die DDG-Praxisempfehlung 2025 adressiert das Management von Personen mit Diabetes mellitus und kardiovaskulären Begleiterkrankungen. Bei Vorliegen eines Diabetes besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Myokardinfarkte, Schlaganfälle und kardiovaskulären Tod.
Eine gezielte Risikostratifizierung und konsequente Behandlung der assoziierten Risikofaktoren sind essenziell zur Prognoseverbesserung. Die aktualisierte Leitlinie integriert neue Studiendaten zu intensivierten Blutdruckzielen und überarbeiteten Scoring-Systemen für Vorhofflimmern.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor einer zu starken Blutdrucksenkung bei Personen mit Diabetes. Es wird empfohlen, systolische Werte unter 120 mmHg sowie diastolische Werte unter 70 mmHg strikt zu vermeiden, auch wenn eine intensive Blutdruckkontrolle angestrebt wird. Zudem wird betont, dass Thrombozytenaggregationshemmer bei Vorhofflimmern nicht anstelle einer oralen Antikoagulation eingesetzt werden dürfen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird ein systolischer Zielblutdruck von 120–129 mmHg angestrebt. Es wird jedoch davor gewarnt, den Blutdruck auf Werte unter 120/70 mmHg zu senken.
Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von SGLT-2-Inhibitoren wie Empagliflozin oder Dapagliflozin. Diese Wirkstoffe senken das Risiko für Hospitalisierungen und kardiovaskulären Tod unabhängig von der Ejektionsfraktion.
Bei Personen mit Diabetes unter 65 Jahren wird ein opportunistisches Screening mittels Pulsmessung oder EKG empfohlen. Ab einem Alter von 75 Jahren oder bei hohem Schlaganfallrisiko sollte ein systematisches EKG-Screening erfolgen.
In der aktualisierten Leitlinie ist die Kategorie des Geschlechts (S für Sex) entfallen. Das weibliche Geschlecht wird nun eher als altersbedingter Risikofaktor und weniger als eigenständiger geschlechtsspezifischer Faktor gewertet.
Bei sehr hohem Risiko wird ein LDL-Cholesterin-Zielwert von unter 55 mg/dl empfohlen. Zudem sollte laut Leitlinie eine Cholesterin-Reduktion von mindestens 50 Prozent erreicht werden.
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Quelle: DDG: PE_Diabetes_mellitus_und_Herz_2025.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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