DGOOCS2k2022Orthopädie

Synovialektomie: Indikationen und Radiosynoviorthese

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGOOC (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der DGOOC behandelt die operative und interventionelle Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovialektomie). Die Synovialitis ist histologisch durch eine Zunahme der Makrophagen und Fibroblasten-ähnlichen Zellen in der Membrana synovialis gekennzeichnet.

Je nach Stadium der Gelenkzerstörung wird zwischen einer Früh- und einer Spätsynovialektomie unterschieden. Neben der chirurgischen Entfernung, die offen oder arthroskopisch erfolgen kann, kommt die Radiosynoviorthese (RSO) als lokales, invasives Verfahren zum Einsatz.

Ziel der Eingriffe ist die direkte Reduktion der entzündlich veränderten Synovialozyten. Dies dient der Schmerzlinderung, dem Erhalt der Gelenkfunktion und der Vermeidung von Sekundärschäden an Knorpel, Knochen und Sehnen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der diffusen Form des tenosynovialen Riesenzelltumors (PVNS) empfiehlt die Leitlinie eine Kombination aus chirurgischer Resektion und Radiosynoviorthese (RSO). Es wird darauf hingewiesen, dass der optimale Zeitpunkt für die RSO etwa 6 bis 8 Wochen nach der operativen Synovialektomie liegt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wundheilung gesichert und es liegt noch kein nennenswertes Rezidivwachstum der Synovialis vor.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie müssen chemisch-synthetische Immunsuppressiva wie Methotrexat (MTX) in der Regel vor dem Eingriff nicht abgesetzt werden. Orale Antikoagulantien sollten hingegen pausiert werden, um das Blutungsrisiko zu minimieren.

Die Leitlinie empfiehlt nach einer Arthro-Synovialektomie eine Teilbelastung für etwa 4 bis 6 Wochen. Dies wird angeraten, bis wieder ausreichend Gelenkflüssigkeit (Synovia) gebildet wurde.

Es kann derzeit keine Empfehlung für eine Synovialektomie bei Osteoarthrose gegeben werden. Die Leitlinie verweist darauf, dass die Datenlage zur Sicherheit und Wirksamkeit bei dieser Indikation äußerst beschränkt ist.

Als Bildgebung der ersten Wahl wird die kontrastmittelgestützte MRT empfohlen. Sie ermöglicht eine direkte Darstellung der Synovialis, die Einordnung der Pathologie und die Beurteilung von weichteiligen Sekundärfolgen.

Die akute bakterielle Gelenkinfektion stellt einen Notfall dar, der einer sofortigen chirurgischen Intervention bedarf. Bei begleitender florider Synovialitis sollte der Eingriff laut Leitlinie eine vollständige Synovialektomie umfassen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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