Subacromiales Impingement: Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Das Impingementsyndrom der Schulter ist eine häufige Diagnose, deren Terminologie klinisch oft unscharf verwendet wird. Die DGOOC-Leitlinie differenziert präzise zwischen dem funktionellen subacromialen Schmerzsyndrom (SAPS) und dem primären mechanischen Outlet-Impingement (MOI).
Beim MOI liegt eine strukturelle Einengung von kranial vor, beispielsweise durch ein hakenförmiges Acromion oder Osteophyten des Schultereckgelenks. Im Gegensatz dazu beschreibt das SAPS atraumatische Schulterpathologien mit einer Schmerzverstärkung unter Abduktion, ohne dass zwingend ein mechanisches Hindernis vorliegt.
Ziel der Leitlinie ist es, die Indikationsstellung für konservative und operative Therapieverfahren zu optimieren. Der Fokus liegt dabei auf den mechanischen Formen des primären Impingements und der Vermeidung von Übertherapie.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, eine subacromiale Dekompression routinemäßig mit einer ACG-Resektion zu kombinieren, wenn die ACG-Arthrose asymptomatisch ist. Eine sparsame Resektion von maximal 6 mm wird ausschließlich bei klinisch vorhandener, symptomatischer ACG-Arthrose empfohlen, um postoperative Instabilitäten des Schultereckgelenks zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie stützt sich die Diagnose eines mechanischen Outlet-Impingements maßgeblich auf positive Tests nach Neer und/oder Hawkins. Negative Ausfälle dieser beiden Tests sprechen deutlich gegen ein subacromiales Impingementsyndrom.
Die Leitlinie rät explizit davon ab, die Sonographie zur primären Diagnosestellung eines mechanischen Outlet-Impingements einzusetzen. Sie wird jedoch als nützlich erachtet, um Begleitpathologien wie Läsionen der Rotatorenmanschette zu detektieren.
Beim funktionellen Schmerzsyndrom (SAPS) wird eine Operation erst nach Versagen der Physiotherapie empfohlen. Liegt hingegen ein mechanisches Outlet-Impingement (MOI) vor, kann eine subacromiale Dekompression auch ohne vorherigen konservativen Therapieversuch erwogen werden.
Es wird keine routinemäßige medikamentöse Thromboembolieprophylaxe bei einer subacromialen Dekompression empfohlen. Die Inzidenz für venöse Thromboembolien bei diesen Eingriffen ist laut Leitlinie äußerst gering.
Subacromiale Injektionen mit Corticosteroiden werden im Rahmen der konservativen Behandlung empfohlen. Die Leitlinie merkt an, dass diese vor allem zur initialen, kurzfristigen Schmerzreduktion wirksam sind, der Effekt aber langfristig oft nachlässt.
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Quelle: DGOOC: subacromiales Impingement (DGOOC, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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