Schultersteife (Frozen Shoulder): Diagnostik & Therapie
Hintergrund
Die Schultersteife (Frozen Shoulder) ist durch eine eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit des Schultergelenks gekennzeichnet. Die DGOOC-Leitlinie unterscheidet zwischen der primären (idiopathischen) Form und der sekundären Schultersteife, die als Folge von Begleiterkrankungen, Traumata oder Operationen auftritt.
Der klassische Verlauf der primären Form wird in drei Phasen unterteilt: die schmerzhafte "freezing"-Phase, die von Steifigkeit geprägte "frozen"-Phase und die "thawing"-Phase mit zunehmender Beweglichkeit. Dieser Prozess kann sich über Monate bis Jahre erstrecken, wobei ein Teil der Betroffenen dauerhafte Restbeschwerden behält.
Als häufigste systemische Begleiterkrankung wird der Diabetes mellitus genannt. Laut Leitlinie weisen betroffene Personen mit einer diabetischen Schultersteife oft eine schlechtere Prognose auf als Personen mit der idiopathischen Form.
💡Praxis-Tipp
Es wird dringend davor gewarnt, eine geschlossene Narkosemobilisation der Schulter als alleinige therapeutische Maßnahme durchzuführen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass hierbei ein hohes Risiko für unkontrollierte Gewebeschäden wie Humerusfrakturen, Rotatorenmanschettenrupturen oder Plexusschäden besteht. Stattdessen wird bei operativem Bedarf die arthroskopische Arthrolyse empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Diagnose wird primär klinisch anhand der eingeschränkten aktiven und passiven Beweglichkeit gestellt. Zum Ausschluss knöcherner Ursachen wird laut Leitlinie zwingend ein Röntgenbild in zwei Ebenen empfohlen.
Die Leitlinie empfiehlt niedrigdosierte intraartikuläre Injektionen, wie beispielsweise 20 mg Triamcinolon. Diese zeigen den gleichen therapeutischen Effekt wie höhere Dosierungen, minimieren aber das Risiko von Nebenwirkungen.
Ein MRT ist nicht routinemäßig erforderlich, sollte aber bei unsicherem klinischem Befund durchgeführt werden. Es dient laut Leitlinie vor allem dem Ausschluss anderer Pathologien wie Rotatorenmanschettendefekten.
Eine operative arthroskopische Arthrolyse wird in Betracht gezogen, wenn konservative Maßnahmen keine zufriedenstellende Besserung bringen. Der Patientenwunsch und der Funktionsanspruch sollen dabei maßgeblich berücksichtigt werden.
Von der Anwendung oberflächlicher Wärmetherapie wie Fango oder Ultraschall wird abgeraten. Die Leitlinie stellt fest, dass diese Maßnahmen nicht zu einer wesentlichen Verbesserung von Schmerz oder Beweglichkeit beitragen.
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Quelle: DGOOC: Schultersteife (DGOOC, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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