Rotatorenmanschettenruptur: Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Die Rotatorenmanschettenruptur bezeichnet eine teilweise oder komplette Kontinuitätsunterbrechung der Sehnenfasern. Die Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst extrinsische, intrinsische sowie traumatische Ursachen.
Die Prävalenz von Läsionen steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. Asymptomatische Rupturen sind häufig und zeigen in klinischen Scores oft keine signifikanten Unterschiede zu intakten Sehnen.
Ein klinischer Funktionsverlust markiert meist den Übergang zu einer symptomatischen Ruptur. Dies geht laut Leitlinie insbesondere mit dem Auftreten von Schmerzen einher.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, lokale Kortisoninjektionen als langfristige Therapie einzusetzen. Während Kortison kurzfristig Schmerzen lindert und die Funktion verbessert, kann es auf lange Sicht die Sehnenstruktur schädigen. Es wird empfohlen, den Fokus primär auf die physiotherapeutische Basistherapie zu legen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie sollen akute Rupturen, insbesondere der Subscapularissehne, zeitnah versorgt werden, um Sehnenretraktion und Muskelatrophie zu vermeiden. Asymptomatische Rupturen sollen hingegen nicht operiert werden.
Als Basisdiagnostik wird ein Röntgen in drei Ebenen empfohlen. Zur weiterführenden Diagnostik bei akuten Verletzungen oder chronischen Beschwerden soll ein natives MRT durchgeführt werden.
Die Leitlinie stellt fest, dass arthroskopische und offene Techniken gleich gute klinische Langzeitergebnisse erzielen. Das arthroskopische Verfahren bietet jedoch den Vorteil geringerer postoperativer Schmerzen und einer niedrigeren Komplikationsrate.
Es wird eine Immobilisation in einer Orthese für drei bis sechs Wochen empfohlen. Die genaue Dauer richtet sich nach der Einschätzung der Stabilität durch den Operateur.
Es gibt keine generelle Empfehlung für eine routinemäßige Akromioplastik. Die Leitlinie empfiehlt diese zusätzliche Dekompression nur beim Vorliegen eines subakromialen Sporns.
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Quelle: Rotatorenmanschettenruptur (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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