DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)2023Kardiologie

Akutes Koronarsyndrom (ACS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die aktuelle Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) aus dem Jahr 2023 zum Management des akuten Koronarsyndroms (ACS) fasst erstmals die Empfehlungen für den ST-Hebungsinfarkt (STEMI) und das Nicht-ST-Hebungs-ACS (NSTE-ACS) in einem Dokument zusammen. Das ACS wird dabei konzeptionell als zusammenhängendes Krankheitsspektrum aufgefasst.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Individualisierung der Therapie. Dies betrifft insbesondere die antithrombotische Behandlung, den Zeitpunkt der invasiven Diagnostik sowie die Strategien zur vollständigen Myokardrevaskularisation.

Zudem werden neue Konzepte zur Diagnostik bei Myokardinfarkt mit nicht-obstruktiven Koronararterien (MINOCA) und eine intensivierte Sekundärprävention bereits während des stationären Aufenthaltes in den Vordergrund gestellt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie stellt die routinemäßige Vorbehandlung mit P2Y12-Inhibitoren vor der Koronarangiographie bei ACS-Patienten einen überholten Ansatz dar. Es wird betont, dass diese Praxis bei NSTE-ACS mit einem erhöhten Blutungsrisiko ohne ischämischen Nutzen assoziiert ist und daher unterlassen werden sollte, sofern eine zeitnahe invasive Abklärung geplant ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt standardmäßig eine duale antithrombozytäre Therapie (DAPT) für 12 Monate. Bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko kann diese Dauer auf 1, 3 oder 6 Monate verkürzt werden.

Es wird empfohlen, Prasugrel oder Ticagrelor gegenüber Clopidogrel zu bevorzugen. Bei Patienten, die sich einer perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen, sollte laut Leitlinie Prasugrel der Vorzug vor Ticagrelor gegeben werden.

Bei NSTE-ACS mit sehr hohem Risiko wird eine sofortige Angiographie empfohlen. Bei Patienten mit hohem Risiko sollte eine frühzeitige invasive Strategie innerhalb von 24 Stunden erwogen werden.

Die Leitlinie empfiehlt in der Sekundärprävention einen LDL-Cholesterin-Zielwert von unter 55 mg/dl (1,4 mmol/l). Es wird angeraten, die lipidsenkende Therapie bereits während des stationären Aufenthaltes zu intensivieren.

Es wird die Verwendung des ESC-0 h/1 h-Algorithmus oder alternativ des 0 h/2 h-Algorithmus mit hochsensitivem Troponin empfohlen. Der ältere 3-Stunden-Algorithmus wird aufgrund geringerer diagnostischer Sensitivität nicht mehr empfohlen.

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Quelle: Kommentar zu den Leitlinien (2023) der ESC zum Akuten Koronarsyndrom (ACS) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie), 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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