DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)2014Kardiologie

Chest Pain Unit (CPU): Kriterien für Diagnostik & Team

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) etabliert seit 2008 ein Netzwerk zertifizierter Chest Pain Units (CPUs). Ziel dieser Einheiten ist die schnelle und zielgerichtete Differenzialdiagnostik bei akuten oder neu aufgetretenen unklaren Brustschmerzen.

Durch standardisierte Abläufe sollen rasch therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Studien zeigen, dass CPUs im Vergleich zu regulären Notaufnahmen Krankenhausaufenthalte verkürzen, Kosten senken und die Patientenzufriedenheit erhöhen.

Die vorliegende Aktualisierung aus dem Jahr 2014 passt die Zertifizierungskriterien an neue Leitlinien und technische Entwicklungen an. Sie definiert verbindliche räumliche, technische und organisatorische Mindestanforderungen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Patienten mit niedrigem Risiko (GRACE-Score < 108) und unauffälligen hochsensitiven Troponin-Werten nach 1 bis 2 Stunden ein NSTEMI mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass bei diesen asymptomatischen Patienten auf eine routinemäßige Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie muss unmittelbar bei Aufnahme ein 12-Kanal-EKG abgeleitet werden. Dieses EKG soll innerhalb von 10 Minuten durch einen Arzt befundet werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine Bestimmung bei Aufnahme sowie nach 6 bis 9 Stunden. Wird ein hochsensitiver Troponin-Assay verwendet, kann das Intervall auf 3 Stunden verkürzt werden.

Dies hängt laut Leitlinie vom Risikoprofil ab. Hochrisikopatienten mit einem GRACE-Score über 140 sollen innerhalb von 24 Stunden invasiv untersucht werden, Patienten mit mittlerem Risiko innerhalb von 72 Stunden.

Die Leitlinie gibt einen maximalen Betreuungsschlüssel vor. Eine Pflegekraft darf höchstens vier überwachte Patienten gleichzeitig betreuen.

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Quelle: Criteria of the German Society of Cardiology for the establishment of chest pain units: update 2014 (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie), 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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