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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Curriculum Interventionelle Kardiologie (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Zusatzqualifikation dauert 24 Monate und findet überwiegend im Herzkatheterlabor statt.
  • Das praktische Training ist in 4 aufeinander aufbauende Stufen unterteilt.
  • Kandidaten müssen mindestens 300 diagnostische Herzkatheter und 200 PCIs als Erstuntersucher nachweisen.
  • Voraussetzung für den Beginn ist eine mindestens 3-jährige Weiterbildung in Innerer Medizin und Kardiologie.
  • Ausbildungszentren benötigen mindestens zwei Supervisoren mit jeweils >1000 durchgeführten PCIs und >5 Jahren Erfahrung.
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Hintergrund

Die interventionelle Kardiologie erfordert hochspezialisierte Kenntnisse und praktische Erfahrungen, die über die reguläre Facharztweiterbildung hinausgehen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat daher ein Curriculum für die Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie entwickelt. Ziel ist die strukturierte Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten zur selbstständigen Durchführung komplexer kardiovaskulärer Eingriffe. Die Ausbildungsdauer beträgt 24 Monate, wobei die Tätigkeit überwiegend im Herzkatheterlabor stattfinden soll.

Voraussetzungen für Kandidaten

Vor Beginn des Curriculums müssen Kandidaten bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Mindestens 3-jährige Weiterbildung in Innerer Medizin und Kardiologie.
  • Grundkenntnisse in kardialer Bildgebung (inkl. Echokardiographie) und Intensivmedizin.
  • Erfahrung in der Betreuung kardiologischer Patienten im Stationsdienst.
  • Begonnene Ausbildung zur Fachkunde Strahlenschutz.

Stufenmodell der Ausbildung

Das Curriculum ist in vier Stufen unterteilt, die in der Regel jeweils sechs Monate dauern. Der Wechsel in die nächste Stufe erfolgt individuell nach Beurteilung durch den Supervisor.

StufeTätigkeitsschwerpunktGrad der Selbstständigkeit
Stufe 1Vorbereitung, diagnostische Koronarangiographie, Assistenz bei PCIErlernen der Diagnostik, Assistenz bei erfahrenen Untersuchern
Stufe 2Einfache PCI, Assistenz bei komplexen PCI (z.B. Bifurkationen, CTO)Einfache PCI unter enger Supervision
Stufe 3Einfache PCI, Beginn mit komplexen PCIEinfache PCI als unabhängiger Operateur, komplexe PCI unter enger Supervision
Stufe 4Einfache und komplexe PCI, Heranführung an RufdiensteZunehmend selbstständige Durchführung als unabhängiger Operateur

Geforderte Mindestzahlen

Zur erfolgreichen Absolvierung müssen die Kandidaten ihre Eingriffe in einem Logbuch dokumentieren. Folgende Mindestzahlen sind zwingend erforderlich:

EingriffsartGeforderte AnzahlBemerkung
Diagnostischer Herzkatheter300Davon mindestens 200 als primärer Untersucher (in Stufe 1 und 2)
Perkutane koronare Intervention (PCI)200Als erster Operateur. Ein Drittel davon als Notfallprozedur oder bei akutem Koronarsyndrom

Anforderungen an Ausbildungszentren und Supervisoren

Damit eine Klinik als Ausbildungsstätte akkreditiert wird, müssen spezifische strukturelle und personelle Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Zentrum: Ausreichendes Volumen und Spektrum an Interventionen, um die Mindestzahlen der Kandidaten zu gewährleisten. Elektronische Dokumentation und Qualitätssicherung müssen vorhanden sein.
  • Supervisoren: Es müssen mindestens zwei Fortbilder verfügbar sein.
  • Qualifikation der Supervisoren: Jeder Supervisor muss eine Erfahrung von >1000 koronaren Interventionen und >5 Jahren Tätigkeit in der interventionellen Kardiologie nachweisen.

Evaluierung und Zertifizierung

Die Zertifizierung erfolgt durch eine Kommission der DGK. Hierfür müssen folgende Nachweise erbracht werden:

  • Bericht des Leiters des Zusatzqualifikationsprogramms über Kompetenz und Selbstständigkeit.
  • Dokumentation der Prozeduren im Logbuch (bestätigt durch den Leiter).
  • Nachweis von Fortbildungen (mindestens die Hälfte der 25 CME-Punkte pro Jahr müssen im Schwerpunkt des Curriculums erworben werden).

Hinweis: Eine durch die EAPCI (European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions) ausgestellte Akkreditierung wird von der DGK als gleichwertig anerkannt.

💡Praxis-Tipp

Führen Sie von Beginn an ein detailliertes Prozedurenlogbuch und dokumentieren Sie Ihre Rolle (Operateur vs. Assistenz) präzise. Planen Sie frühzeitig die Teilnahme an relevanten Kongressen, um die geforderten fachspezifischen CME-Punkte zu sammeln.

Häufig gestellte Fragen

Die Ausbildung dauert insgesamt 24 Monate, wobei die Tätigkeit überwiegend im Herzkatheterlabor stattfinden muss.
Es werden mindestens 200 PCIs als erster Operateur gefordert, wovon ein Drittel Notfallprozeduren oder Eingriffe bei akutem Koronarsyndrom sein müssen.
Voraussetzung ist eine mindestens 3-jährige Weiterbildung in Innerer Medizin und Kardiologie sowie der Beginn der Fachkunde Strahlenschutz.
Ein Ausbildungszentrum muss mindestens zwei Supervisoren vorhalten, die jeweils über 5 Jahre Erfahrung und mehr als 1000 selbst durchgeführte koronare Interventionen verfügen.

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