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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Weiterbildungsbefugnis Kardiologie: DGK-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Eine Weiterbildungsstätte muss jährlich mindestens 1000 kardiovaskuläre Patienten behandeln.
  • Für die volle 36-monatige Befugnis ist das komplette Spektrum inklusive 24/7-Herzkatheterbereitschaft und >300 Koronarinterventionen/Jahr erforderlich.
  • Kliniken der Regelversorgung mit Herzkatheterlabor können eine Befugnis für 24 Monate beantragen.
  • Niedergelassene Kardiologen können eine Befugnis für 12 Monate (Standard) oder 18 Monate (mit Herzkatheter-Anbindung) erhalten.
  • Das Curriculum definiert klare Mindestzahlen und Kompetenzlevel (I-III) für alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren.
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Hintergrund

Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie umfasst eine Mindestzeit von 36 Monaten in der Kardiologie (davon 6 Monate internistische Intensivmedizin). Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat Kriterien formuliert, um Weiterbilder bei der Antragstellung zu unterstützen und die Qualität der Ausbildung zu sichern. Vor Beginn muss dem Weiterzubildenden ein schriftliches Weiterbildungskonzept vorgelegt werden, und es ist mindestens eine jährliche Evaluation (dokumentiert in einem Logbuch) vorgesehen.

Allgemeine Voraussetzungen

Für jede Weiterbildungsstätte und jeden Weiterbilder gelten grundlegende Anforderungen:

  • Patientenzahl: Mindestens 1000 Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen pro Jahr (stationär oder ambulant).
  • Qualifikation: Weiterbilder und Stellvertreter müssen Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie mit Lehrerfahrung sein.
  • Qualitätssicherung: Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen.
  • Fortbildung: Regelmäßige interne Weiterbildungen und zertifizierte Fortbildungen in der Einrichtung.

Stufen der Weiterbildungsbefugnis

Je nach Leistungsspektrum der Einrichtung erteilt die Ärztekammer die Befugnis für unterschiedliche Zeiträume:

BefugnisEinrichtungVoraussetzungen & Spektrum
36 MonateKrankenhausKomplettes Spektrum inkl. >300 Koronarinterventionen/Jahr, 24/7-Bereitschaft, >40 primäre PCIs bei STEMI, Intensivmedizin, Bildgebung (CT/MRT) und Rhythmologie.
24 MonateKrankenhausRegelversorgung mit Herzkatheterlabor. Exklusive interventioneller Elektrophysiologie und Implantation aktiver Devices.
12 MonateKrankenhaus / RehaRegelversorgung ohne Herzkatheterlabor oder kardiologische Rehaklinik. Fokus auf Basisdiagnostik, nichtinvasive Rhythmologie bzw. Prävention/Rehabilitation.
18 MonatePraxisNiedergelassene Kardiologen mit Zugang zu einem Herzkatheterlabor (in-house oder enge Kooperation).
12 MonatePraxisNiedergelassene Kardiologen für ambulant behandelbare Krankheitsbilder (ohne Herzkatheter).

Kompetenzlevel

Die praktischen Fähigkeiten werden im Curriculum in drei Stufen eingeteilt:

LevelDefinition
Kompetenzlevel IUmfassende Kenntnisse der Methode, jedoch keine Beherrschung der Techniken.
Kompetenzlevel IIPraktische Erfahrung als nichtselbstständiger Untersucher (Assistenz oder unter Anleitung).
Kompetenzlevel IIIEigenständigkeit in Indikation, Durchführung, Dateninterpretation und Komplikationsbeherrschung.

Ausgewählte Mindestzahlen

Das Curriculum definiert konkrete Mindestzahlen für das Erreichen der Kompetenzlevel (Auszug):

Untersuchung / ProzedurMindestzahlKompetenzlevel
12-Kanal-EKG1000III
Transthorakale Echokardiographie (TTE)600III
Transösophageale Echokardiographie (TEE)150III
Belastungs-EKG300III
Selektive Koronarangiographien300III
Koronarinterventionen (davon 1/3 Notfälle/ACS)50II
Rechtsherzkatheterisationen20III
Kardiale MRT / CTje 50II

Wichtig: Fehlende Weiterbildungsinhalte (z.B. spezielle Bildgebung wie MRT/CT oder interventionelle Elektrophysiologie) können durch Hospitationen in entsprechend qualifizierten Stätten erworben werden.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie ein elektronisches Logbuch zur jährlichen Evaluation und planen Sie notwendige Rotationen oder Hospitationen (z.B. für MRT/CT oder Elektrophysiologie) frühzeitig im schriftlichen Weiterbildungskonzept ein.

Häufig gestellte Fragen

Die Einrichtung muss jährlich mindestens 1000 Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen stationär oder ambulant behandeln.
Es wird das komplette kardiologische Spektrum gefordert, inklusive mindestens 300 Koronarinterventionen pro Jahr, einer 24/7-Herzkatheterbereitschaft und mindestens 40 Akutinterventionen bei STEMI.
Ja, niedergelassene Kardiologen können eine Befugnis für 12 Monate (ambulante Standardversorgung) oder 18 Monate (bei Zugang zu einem Herzkatheterlabor) beantragen.
Level I erfordert umfassende theoretische Kenntnisse, Level II praktische Erfahrung unter Anleitung (Assistenz) und Level III die komplett eigenständige Durchführung und Befundung.

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