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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Curriculum Kardiovaskuläre Intensivmedizin (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Zusatzqualifikation richtet sich an Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie.
  • Voraussetzung ist die abgeschlossene Zusatzweiterbildung (Internistische) Intensivmedizin.
  • Die Qualifizierung dauert insgesamt 24 Monate und ist in drei Stufen unterteilt.
  • 18 Monate der internistischen Intensivmedizin können auf die Qualifikationszeit angerechnet werden.
  • Zertifizierte Ausbildungsstätten müssen spezifische Kriterien wie mindestens 6 Beatmungsbetten und eine 24h-Bereitschaft für Interventionen erfüllen.
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Hintergrund

Die kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin erfordert durch neue komplexe Verfahren (z. B. kathetergestützte Klappentherapie, ECMO) und zunehmend multimorbide Patienten eine hochspezialisierte Expertise. Das von der DGK entwickelte Curriculum definiert einen Qualifizierungsprozess, der über die reguläre Facharztweiterbildung hinausgeht, um die Versorgungsqualität kritisch kranker kardiovaskulärer Patienten zu sichern.

Struktur der Qualifizierung

Die Zusatzqualifikation umfasst insgesamt 24 Monate und ist in drei Stufen gegliedert. Bis zu 18 Monate aus der Zusatzweiterbildung (Internistische) Intensivmedizin können angerechnet werden.

StufeAusbildungsphaseInhalte und Kompetenzen
Stufe 1Facharztweiterbildung Kardiologie (6 Monate)Basiskenntnisse, Zugänge legen, diagnostische Punktionen, hämodynamisches Monitoring.
Stufe 2Zusatzweiterbildung Intensivmedizin (18 Monate)Allgemeine Intensivmedizin unter enger Supervision, Assistenz bei komplexen Maßnahmen (z. B. ECMO).
Stufe 3Kardiovaskuläre Intensivmedizin (6 Monate)Selbstständige Tätigkeit, Spezialfähigkeiten (Notfallecho, Intensiv-TEE, Spezial-EKG), Rufdienstbereitschaft.

Voraussetzungen für Kandidaten

Um die Zusatzqualifikation abzuschließen, müssen Kandidaten folgende Kriterien erfüllen:

  • Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie.
  • Abgeschlossene Zusatzweiterbildung (Internistische) Intensivmedizin.
  • Nachweis von mindestens 50 CME-Punkten (25 pro Jahr) aus spezifischen Fortbildungen (z. B. DGK-Kurse, ACLS, ECMO-Kurse).
  • Führen eines Logbuchs zur Dokumentation der Untersuchungen und Fallbesprechungen.

Anforderungen an die Ausbildungsstätte

Die Qualifizierung muss an einer von der DGK zertifizierten Stätte erfolgen. Diese muss folgende Kriterien erfüllen:

BereichAnforderung
LeitungKardiologe mit Zusatzqualifikation K-IN. Mindestens 2 Supervisoren in Vollzeit.
InfrastrukturZertifizierte Chest Pain Unit (CPU) oder Heart Failure Unit (HFU).
KapazitätIntensiv-/IMC-Station mit mind. 10 Betten (oder 1000 Patienten/Jahr) und mind. 6 Beatmungsbetten.
Verfügbarkeit24-Stunden-Dienst für Interventionelle Kardiologie.
AusstattungNierenersatzverfahren, Herz-Kreislauf-Unterstützungssysteme, Rechtsherzkatheter.

Geforderte Mindestzahlen

Für den erfolgreichen Abschluss müssen spezifische Fallzahlen nachgewiesen werden (Auszug):

Maßnahme / KrankheitsbildMindestzahl
Echo für kardiovaskuläre Notfälle200
Rhythmusstörungen (inkl. Brady-/Tachykardien, Synkope)200
Hämodynamisches Monitoring (mind. 2 Verfahren)150
Management Akutes Koronarsyndrom (ACS)100
Akute Herzinsuffizienz (inkl. Rechtsherzversagen)100
Behandlung kardiogener Schock50
Hypertensive Notfälle30
Reanimation / Post-Cardiac-Arrest-Syndrom30

Übergangsregelung

Für erfahrene Kardiologen gilt eine befristete Übergangsregelung (2 Jahre ab Publikation). Fachärzte, die in mindestens 2 der letzten 5 Jahre überwiegend in der kardiovaskulären Intensivmedizin tätig waren, die geforderten Mindestzahlen erfüllen und die internistische Intensivmedizin-Zusatzbezeichnung besitzen, können die Anerkennung auf Antrag ohne formales Programm erhalten.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie die 18-monatige Weiterbildungszeit der internistischen Intensivmedizin strategisch, um die geforderten Mindestzahlen (z. B. 200 Notfallechos, 150 hämodynamische Monitorings) für die K-IN-Zusatzqualifikation parallel aufzubauen und im Logbuch zu dokumentieren.

Häufig gestellte Fragen

Voraussetzung ist der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie die abgeschlossene Zusatzweiterbildung (Internistische) Intensivmedizin.
Insgesamt 24 Monate. Davon können 18 Monate aus der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin angerechnet werden, sodass 6 Monate spezifische K-IN-Zeit verbleiben.
Die Klinik benötigt unter anderem eine zertifizierte CPU oder HFU, eine kardiologisch geführte Intensivstation mit mindestens 6 Beatmungsbetten und eine 24h-Bereitschaft für Herzkatheter-Interventionen.
Ja, innerhalb von 2 Jahren nach Publikation können Fachärzte mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin die Anerkennung beantragen, wenn sie in 2 der letzten 5 Jahre überwiegend in diesem Bereich tätig waren und die Mindestzahlen nachweisen.

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