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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Update Curriculum Kardiale CT: DGK-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die kardiale CT hat eine Klasse-I-Empfehlung zur Abklärung akuter und chronischer Koronarsyndrome.
  • Das DGK-Curriculum gliedert die Zusatzqualifikation in drei aufeinander aufbauende Stufen (Level 1-3).
  • Level 1 erfordert 50 kardiale CTs, Level 2 erfordert 100 und Level 3 erfordert 400 Untersuchungen.
  • Voraussetzung für alle Level ist die Sachkunde im Strahlenschutz für das Gefäßsystem des Herzens.
  • Ausbildungsstätten müssen mindestens 300 kardiale CT-Untersuchungen pro Jahr nachweisen.
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Hintergrund

Die kardiale Computertomographie (CT) ist ein unverzichtbares Verfahren in der Kardiologie. Dank technischer Fortschritte ist eine hohe Bildqualität bei geringer Strahlenexposition (effektive Dosis < 1 mSv) möglich. Laut europäischen Leitlinien besteht eine Klasse-I-Empfehlung für die nichtinvasive Koronarangiographie (CTA) bei akuten und chronischen Koronarsyndromen. Die DGK hat ein strukturiertes Curriculum entwickelt, um Kardiologen in Indikationsstellung, Durchführung und Befundung zu schulen und unnötige invasive Folgediagnostik zu vermeiden.

Struktur der Zusatzqualifikation

Das Curriculum ist in drei Stufen unterteilt. Für alle Stufen ist die Sachkunde Strahlenschutz Gefäßsystem des Herzens zwingend erforderlich.

AusbildungsstufeDauerUntersuchungszahlenZielsetzung
Level 16 Wochen50 CTs (davon 40 CTA)Grundkenntnisse, Indikationsstellung, Befundinterpretation
Level 23 Monate100 CTs (80 mit KM, 70 CTA, 10 TAVI)Selbstständige Durchführung und Befundung
Level 312 Monate400 CTs (300 mit KM, 250 CTA, 25 TAVI)Leitung eines CT-Labors, Ausbildungsbefugnis

Anmerkung: KM = Kontrastmittel. Die Zahlen für Level 2 und 3 schließen TAVI-Vorbereitungen ein.

Syllabus und Ausbildungsinhalte

Kandidaten müssen sich in folgenden Kernbereichen qualifizieren:

  • Technische Grundlagen: Spiral-CT, EKG-Synchronisierung (prospektiv/retrospektiv), Bildrekonstruktion.
  • Strahlenschutz: Dosisabschätzung und Strategien zur Dosisminimierung (z. B. Herzfrequenzsenkung, Röhrenspannung).
  • Klinische Anwendung: Koronarkalkbestimmung, CTA zur Stenosedetektion, Plaquecharakterisierung, TAVI-Planung.
  • Patientensicherheit: Kontraindikationen, Umgang mit Kontrastmitteln und medikamentöser Herzfrequenzkontrolle.

Anforderungen an Ausbildungsstätten

Um als Stätte für die Zusatzqualifikation anerkannt zu werden, müssen spezifische Kriterien erfüllt sein:

KriteriumAnforderung
UntersuchungszahlenMindestens 300 kardiale CTs/Jahr über einen Zeitraum von 3 Jahren
LeitungLevel-3-zertifizierter Kardiologe (oder Radiologe mit Äquivalent)
InfrastrukturCT mit mind. 64 Detektorzeilen, Zugang zu Herzkatheterlabor (24h-Notfall)
FortbildungFallkonferenzen (mind. 2x/Monat), interne Fortbildungen (mind. 2x/Jahr)

💡Praxis-Tipp

Achten Sie bei der Patientenvorbereitung auf eine optimale Herzfrequenzkontrolle (z. B. durch Betablocker) und ausreichende Koronardilatation (Nitrate), um die Bildqualität zu maximieren und die Strahlendosis zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Für Level 1 müssen Sie die Beteiligung an 50 kardialen CT-Untersuchungen nachweisen, davon mindestens 40 kontrastgestützte CT-Angiographien.
Ja, die Sachkunde im Strahlenschutz für das Gefäßsystem des Herzens ist zwingende Voraussetzung für alle Level (1-3).
Ja, eine Absolvierung in Teilzeit (mindestens 50 % einer Vollzeitstelle) ist möglich. Die Mindestqualifizierungszeiten verlängern sich dann entsprechend.
Die Ausbildungsstätte muss einen für die kardiale Bildgebung geeigneten Computertomographen mit mindestens 64 Detektorzeilen betreiben.

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