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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Curriculum Herzinsuffizienz: Leitlinie (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz der DGK dauert insgesamt 24 Monate.
  • Das erste Jahr umfasst eine Basisausbildung mit mindestens 100 dokumentierten Behandlungsfällen und festen Fallzahlen für die Bildgebung.
  • Im zweiten Jahr müssen zwei von vier wählbaren Spezialmodulen (je 6 Monate) absolviert werden.
  • Voraussetzung für Kandidaten sind 3 Jahre internistische Basisweiterbildung, Echokenntnisse und 6 Monate Intensivmedizin.
  • Ausbildungsstätten benötigen mindestens zwei Fachärzte mit der Zusatzqualifikation und idealerweise HFU-Strukturen (Heart Failure Unit).
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Hintergrund

Das klinische Syndrom der Herzinsuffizienz ist mittlerweile der häufigste Grund für eine Krankenhausaufnahme in Deutschland. Da sich das Spektrum der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in den letzten Jahrzehnten dramatisch erweitert hat, steigen die Anforderungen an die behandelnden Ärzte erheblich. Das von der DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) entwickelte Curriculum Herzinsuffizienz definiert einen Rahmen für eine Zusatzqualifikation, um vertiefte Kenntnisse und praktische Fähigkeiten auf diesem Gebiet zu erwerben und die Versorgungsqualität zu sichern.

Struktur der Zusatzqualifikation

Die Qualifizierung dauert insgesamt 24 Monate und ist modular aufgebaut. Sie unterteilt sich in ein Jahr Basisausbildung und ein Jahr vertiefte Ausbildung in speziellen Modulen.

1. Ausbildungsjahr (Basisausbildung)

Im ersten Jahr sollen vertiefte klinische Erfahrungen in der Diagnostik und Therapie erlangt werden. Die geforderten Untersuchungen und Behandlungen müssen zwingend in einem Logbuch dokumentiert werden.

Maßnahme / UntersuchungMindestanzahlBemerkung
Behandlungsfälle gesamt100Davon mind. 20 Fälle mit akuter Herzinsuffizienz
Transthorakale Echokardiographie (TTE)200Inkl. 50 mit differenzierter Analyse (Gewebedoppler)
Transösophageale Echokardiographie (TEE)25Bei Patienten mit Herzinsuffizienz
Kardio-MRT20Befundung oder Teilnahme an Befundkonferenzen
Spiroergometrie10Selbstständige Durchführung
Device-Programmierung50Schrittmacher, ICD- und CRT-Systeme
Rechtsherzkatheter20Ggf. inkl. Funktionsprüfung und Belastung

Zudem werden detaillierte Kenntnisse im Notfallmanagement der akuten Herzinsuffizienz (AHI) gefordert, einschließlich Triage nach klinischen Risikoalgorithmen (z. B. CHAMP-Kriterien) und der Durchführung von Akuttherapien (Beatmung, Ultrafiltration, passagere Schrittmacher).

2. Ausbildungsjahr (Spezialmodule)

Im zweiten Jahr müssen zwei von vier Modulen (jeweils 6 Monate) gewählt werden. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass es den uniformen Herzinsuffizienzspezialisten nicht gibt und unterschiedliche Schwerpunkte in Klinik und Praxis existieren.

ModulSchwerpunkteGeforderte Nachweise
1. Fortgeschrittene HI & HTX/VADHerztransplantation (HTX), ventrikuläre Unterstützungssysteme (VAD), ImmunsuppressionBetreuung vor/nach HTX/VAD, Rechtsherzkatheter mit Reversibilitätstestung
2. Device-TherapieImplantation und Nachsorge von ICD, CRT-D und CRT-P25 ICD- & 10 CRT-Implantationen, 50 ICD- & 50 CRT-Kontrollen
3. Interventionelle TherapieKlappentherapie, Hochrisiko-PCI, TASH bei HOCM, Kreislaufunterstützung>30 Eingriffe bei symptomatischer Herzinsuffizienz
4. Ambulante Versorgung / RehaLebensstil, Adhärenz, Psychokardiologie, körperliches TrainingBetreuung von 50 Patienten (ambulant oder Reha)

Voraussetzungen für Kandidaten

Um die Zusatzqualifikation zu beginnen, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Mindestens 3 Jahre Basisweiterbildung Innere Medizin und Kardiologie
  • Echokardiographische Grundkenntnisse
  • Mindestens 6 Monate Intensivstationserfahrung
  • Frühester Abschluss: 12 Monate nach der Facharztanerkennung Kardiologie

Anforderungen an die Ausbildungsstätten

Die Stätten müssen spezifische strukturelle Voraussetzungen erfüllen (z. B. als Heart Failure Unit / HFU zertifiziert sein). Personell gilt:

  • Mindestens zwei Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie mit der Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz müssen an der Stätte wirken.
  • Davon muss mindestens einer eine 5-jährige Erfahrung in der Versorgung herzinsuffizienter Patienten vorweisen.

💡Praxis-Tipp

Dokumentieren Sie von Beginn an alle geforderten Fallzahlen (z. B. 200 TTEs, 20 Rechtsherzkatheter) lückenlos in einem Logbuch, da dies zwingend für die Anerkennung der Zusatzqualifikation durch die DGK erforderlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Qualifizierung dauert insgesamt 24 Monate. Sie teilt sich auf in 12 Monate Basisausbildung und 12 Monate vertiefte Ausbildung in zwei wählbaren Spezialmodulen.
Benötigt werden mindestens 3 Jahre Basisweiterbildung Innere Medizin, echokardiographische Grundkenntnisse sowie mindestens 6 Monate Intensivstationserfahrung.
Es müssen mindestens 100 Patientenfälle dokumentiert werden, davon mindestens 20 Fälle mit akuter Herzinsuffizienz.
Zur Wahl stehen vier Module: 1. Fortgeschrittene HI/HTX/VAD, 2. Device-Therapie, 3. Interventionelle Therapie und 4. Ambulante Versorgung/Rehabilitation. Es müssen zwei dieser Module absolviert werden.
Es müssen mindestens zwei Fachärzte mit der Zusatzqualifikation an der Stätte arbeiten, wovon einer mindestens 5 Jahre Erfahrung in der Herzinsuffizienz-Versorgung haben muss. Idealerweise ist die Stätte als Heart Failure Unit (HFU) zertifiziert.

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