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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie: DGK-Curriculum

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Zusatzqualifikation umfasst die Bereiche 'Invasive Elektrophysiologie' und 'Aktive Herzrhythmusimplantate' mit einer Gesamtdauer von mindestens 24 Monaten.
  • Beide Teilbereiche können auch separat in jeweils mindestens 15 Monaten absolviert werden.
  • Voraussetzung für die Zertifikatserteilung ist der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie (für Implantate auch Herzchirurgie).
  • Die Ausbildung erfolgt in drei Stufen und erfordert das Erreichen streng definierter Mindestzahlen an Prozeduren.
  • Ausbildungsstätten und Leiter müssen durch die DGK akkreditiert werden und hohe jährliche Fallzahlen nachweisen.
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Hintergrund

Die Kardiologie verzeichnet durch den technologischen Fortschritt eine zunehmende Spezialisierung. Um die Qualität bei komplexen Eingriffen wie Katheterablationen und der Implantation aktiver Herzrhythmusimplantate zu sichern, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) das Curriculum zur Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie entwickelt. Es lehnt sich an die Anforderungen der European Heart Rhythm Association (EHRA) an.

Struktur und Dauer

Die Zusatzqualifikation baut auf dem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie auf. Sie kann in zwei separaten Modulen oder als Gesamtzertifikat erworben werden:

  • Spezielle Rhythmologie (Gesamt): Mindestens 24 Monate
  • Invasive Elektrophysiologie: Mindestens 15 Monate
  • Aktive Herzrhythmusimplantate: Mindestens 15 Monate (auch für Fachärzte für Herzchirurgie möglich)

Die Weiterbildung kann bereits während der Facharztweiterbildung begonnen werden, das Zertifikat wird jedoch erst nach der Facharztanerkennung erteilt. Die Dokumentation erfolgt in einem Logbuch.

Curriculum: Invasive Elektrophysiologie

Die Ausbildung erfordert eine überwiegende Tätigkeit im elektrophysiologischen Labor und gliedert sich in drei Stufen:

StufeTherapie / MaßnahmeBemerkung
1Diagnostische EP-UntersuchungenSelbständige Durchführung und Interpretation
2Lokalisationsdiagnostik & Ablation"Klassische" Substrate (z.B. rechtsatriale Isthmusablation) unter Anleitung
3Selbständige AblationenSVT, VES/VT ohne strukturelle Herzerkrankung; Mitwirkung bei komplexen Prozeduren (Vorhofflimmern)

Geforderte Mindestzahlen (Invasive Elektrophysiologie):

ProzedurGesamtanzahlDavon als Erstuntersucher
EP-Prozeduren gesamt20050
Katheterablationen (in EP enthalten)15035
Vorhofflimmerablationen (primär)35-

Curriculum: Aktive Herzrhythmusimplantate

Dieses Modul erfordert eine überwiegende Tätigkeit im Bereich Implantationsoperation und Nachsorge.

StufeTherapie / MaßnahmeBemerkung
1Schrittmacher (Ein-/Zweikammer)Implantation unter Supervision, eigenständige Aggregatwechsel & Nachsorge
2Schrittmacher & ICDSelbständige Implantation, Mitwirkung bei CRT, eigenständige Nachsorge aller Systeme
3Alle aktiven ImplantateSelbständige Implantation & Nachsorge, eigenverantwortliches Komplikationsmanagement

Geforderte Mindestzahlen (Implantate):

ProzedurImplantation (primärer Operateur)Aggregatwechsel / RevisionNachsorge (selbständig)
Herzschrittmacher7525250
ICD251050
CRT101030

Anforderungen an Ausbildungsstätten

Zentren müssen durch die DGK akkreditiert werden. Es müssen mindestens zwei Fachärzte (davon einer mit 5-jähriger Erfahrung als Leiter) vor Ort tätig sein.

BereichGeforderte Prozeduren pro Jahr (Kombiniertes Zentrum)
Invasive ElektrophysiologieMin. 250 EP-Prozeduren (davon 200 Ablationen inkl. 50x Vorhofflimmern)
Aktive ImplantateMin. 100 Schrittmacher, 40 ICD, 15 CRT sowie 350 Nachsorgen

Hinweis: Wird nur ein Teilbereich angeboten, erhöhen sich die geforderten Zahlen für reine EP-Zentren auf 450 Prozeduren jährlich (mit 200 Ablationen inkl. 50 Vorhofflimmerablationen).

💡Praxis-Tipp

Beginnen Sie frühzeitig während der kardiologischen Facharztweiterbildung mit der Dokumentation Ihrer Eingriffe im Logbuch, da die Zusatzqualifikation parallel zur regulären Weiterbildung gestartet werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Voraussetzung ist der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Für den Teilbereich 'Aktive Herzrhythmusimplantate' sind auch Fachärzte für Herzchirurgie zugelassen.
Die kombinierte Qualifikation dauert mindestens 24 Monate. Die Einzelbereiche Elektrophysiologie oder Implantate dauern jeweils mindestens 15 Monate.
Es müssen insgesamt 150 Katheterablationen nachgewiesen werden, davon 35 als Erstuntersucher und 35 primäre Vorhofflimmerablationen.
Die Sachkunden 'Herzschrittmachertherapie', 'ICD-Therapie' und 'Kardiale Resynchronisationstherapie' müssen vorhanden sein oder zu Beginn erworben werden.

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