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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Curriculum Kardiologie: Weiterbildung Leitlinie (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Weiterbildung zum Kardiologen basiert auf theoretischen Kenntnissen, praktischen Fähigkeiten (Level I-III) und professionellem Verhalten.
  • Kompetenzlevel III erfordert die eigenständige Indikationsstellung, Durchführung und Befundinterpretation von Untersuchungen.
  • Digitale Kardiologie (Telemedizin, Wearables, Apps) ist ein neuer, essenzieller Bestandteil der Weiterbildung.
  • Die Alterskardiologie fokussiert sich auf Multimorbidität, Gebrechlichkeit (Frailty) und angepasste Therapieziele.
  • Partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) wird als Level-III-Kompetenz gefordert.
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Hintergrund

Das aktualisierte Curriculum Kardiologie der DGK definiert die notwendigen Kompetenzen für die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Ziel ist es, ein gemeinsames Fundament an theoretischen Kenntnissen, praktischen Fähigkeiten und beruflich-professionellem Verhalten zu etablieren, um der zunehmenden Spezialisierung ein solides Basiswissen entgegenzusetzen.

Kompetenzlevel der praktischen Fähigkeiten

Die praktischen Fähigkeiten ("skills") werden in drei Kompetenzstufen unterteilt:

LevelDefinitionAnforderung
Level IErfahrung bei Auswahl und InterpretationUmfassende theoretische Kenntnisse, keine praktische Beherrschung der Technik nötig
Level IIDurchführung unter AnleitungPraktische Erfahrung als nicht-selbstständiger Untersucher
Level IIIEigenständige DurchführungIndikationsstellung, Durchführung, Befundinterpretation und Komplikationsbeherrschung

Kardiologische Basisuntersuchung

Für die Basisdiagnostik wird von Weiterzubildenden das Kompetenzlevel III gefordert. Dies umfasst unter anderem:

  • Partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) unter Einbeziehung validierter Entscheidungshilfen
  • Eigenständige Anamneseerhebung und internistisch-kardiologische Untersuchung
  • Durchführung und Interpretation von 12-Kanal-EKG und Langzeit-EKG
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Standardisierte Echokardiographie (Beurteilung von Herzgröße, Pumpfunktion, Klappen, Perikard)
  • Belastungsuntersuchungen (Belastungs-EKG, Spiroergometrie)

Spezifische Weiterbildungsinhalte

Das Curriculum hebt verschiedene Subdisziplinen hervor, die in der modernen Kardiologie an Bedeutung gewinnen:

Digitale Kardiologie

Die Digitalisierung erfordert neue Medienkompetenzen und den sicheren Umgang mit e-Health-Technologien.

BereichBeispiele und Anwendungen
TelemedizinTelemonitoring von Devices, Telekonsultationen, Videosprechstunden
Mobile Health (m-health)Apps, Smartphone-basiertes EKG-Screening (z.B. Vorhofflimmern), Wearables
Personalized HealthTragbare/implantierbare Sensoren (Arrhythmiedetektoren, Defibrillatorwesten)
Big DataNutzung großer Datenmengen für individuelle Therapieentscheidungen

Alterskardiologie (Geriatrie)

Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen Kardiologen altersspezifische Aspekte beherrschen:

  • Berücksichtigung von Multimorbidität, Sarkopenie und Gebrechlichkeit (Frailty)
  • Anpassung der Therapieziele: Autonomie und Beschwerdefreiheit stehen oft über der reinen Prognoseverbesserung
  • Beachtung von Polypragmasie und Arzneimittelinteraktionen

Endokarditis und Device-Infektionen

Gefordert wird das rasche Erkennen und Behandeln von Infektionen an Nativklappen, Prothesen und Devices (Schrittmacher, ICDs).

  • Level III: Probengewinnung für Blutkulturen, Durchführung von transthorakaler (TTE) und transösophagealer (TEE) Echokardiographie, antiinfektive Therapie und leitliniengerechte Endokarditisprophylaxe.

Geschlechterspezifische Aspekte

Kardiovaskuläre Risikofaktoren haben bei Männern und Frauen unterschiedliche Gewichtungen. So disponiert ein Diabetes mellitus bei Frauen häufiger zu einer koronaren Herzkrankheit, und die arterielle Hypertonie manifestiert sich oft früher. Herzinfarkte treten bei Frauen hingegen meist Jahre später auf als bei Männern.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei der Aufklärung vor interventionellen Maßnahmen validierte schriftliche Entscheidungshilfen, um die geforderte partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) im klinischen Alltag umzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Für die standardisierte Echokardiographie wird das Kompetenzlevel III (eigenständige Durchführung und Befundung) gefordert.
Level II bedeutet, dass der Weiterzubildende eine spezielle Technik oder Prozedur unter Anleitung durchführt und praktische Erfahrungen sammelt, jedoch nicht eigenverantwortlich handelt.
Sie ist ein essenzieller Bestandteil. Kardiologen müssen geriatrische Syndrome wie Frailty erkennen und Therapieziele anpassen, wobei Autonomie und Beschwerdefreiheit oft Vorrang vor Prognoseverbesserung haben.
Dazu gehören Telemedizin, Mobile Health (z.B. EKG-Apps, Wearables), Personalized Health (Sensoren) und der Umgang mit Big Data sowie elektronischen Patientenakten.

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