DGIMS32025Innere Medizin

Genetische Cholestase: Diagnostik und Therapie (S3-LL)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGIM (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie der DGIM zu genetisch-cholestatischen Lebererkrankungen fokussiert sich auf die Diagnostik und Therapie bei erwachsenen Betroffenen. Durch verbesserte molekulargenetische Diagnostik und neue medikamentöse Therapien erreichen zunehmend mehr pädiatrische Fälle mit der eigenen Leber das Erwachsenenalter.

Zudem werden vermehrt Erwachsene als heterozygote Anlageträger identifiziert, die klinische Symptome manifestieren. Die Leitlinie umfasst unter anderem Gallensäuresynthesestörungen, Bilirubinstoffwechselstörungen, das Alagille-Syndrom sowie die intrahepatische Schwangerschaftscholestase (ICP).

Cholestase wird in diesem Kontext nicht nur als laborchemische Erhöhung von Alkalischer Phosphatase (AP) und Gamma-Glutamyltransferase (GGT) verstanden. Sie umfasst Störungen auf allen Ebenen des Gallemetabolismus, beginnend bei der Gallensäuresynthese bis hin zum enterohepatischen Kreislauf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der intrahepatischen Schwangerschaftscholestase (ICP) weisen Serum-Gallensäuren von ≥ 100 mmol/L auf ein signifikant erhöhtes Risiko für eine Totgeburt hin. In diesen Fällen wird eine frühzeitige Planung des Entbindungszeitpunkts empfohlen. Zudem ist zu beachten, dass sich eine ABCB4-Defizienz (MDR3) oft erst im Erwachsenenalter durch Gallensteine, Pruritus oder Zeichen der portalen Hypertension manifestiert.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät von der Sequenzierung einzelner Gene ab. Es wird stattdessen ein „Whole Exome Sequencing“ (WES) oder „Whole Genome Sequencing“ (WGS) empfohlen.

Als Erstlinientherapie wird Ursodeoxycholsäure (UDCA) empfohlen, deren Einsatz in Schwangerschaft und Stillzeit als sicher gilt. Als Zweitlinientherapie kommt Rifampicin in Frage, während Colestyramin nicht empfohlen wird.

Die Diagnose kann meist rein klinisch durch das Vorliegen ausreichend vieler Kriterien gestellt werden. Eine molekulargenetische Diagnostik wird laut Leitlinie nur in unklaren Fällen empfohlen.

Typisch für diese Störungen der hepatozellulären Gallesekretion (FIC1- und BSEP-Defizienz) ist eine normale Gamma-Glutamyltransferase (GGT). Gleichzeitig liegen meist erhöhte Serum-Gallensäuren vor.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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