DGIMS2k2025Innere Medizin

Transthorakale Echokardiographie: DGIM S2k-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGIM (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der DGIM zur transthorakalen Echokardiographie (TTE) fokussiert sich auf die standardisierte Durchführung und Befundung. Die TTE stellt das im klinischen Alltag am häufigsten eingesetzte nichtinvasive Diagnostikinstrument zur Beurteilung der kardialen Struktur und Funktion dar.

Ein strukturierter Untersuchungsablauf verbessert laut Leitlinie die Qualität und Vergleichbarkeit der Befunde erheblich. Dabei wird ein Kompromiss aus einer kompletten Evaluation und den zeitlichen Limitationen in der deutschen Versorgungspraxis angestrebt.

Diese Zusammenfassung basiert auf den veröffentlichten Kernbotschaften (Keyfacts) der Leitlinie. Sie definiert klare Abläufe, Mindestinhalte und Qualitätsstandards für den klinischen Einsatz.

Empfehlungen

Die DGIM S2k-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Durchführung der Echokardiographie:

Standardisierte vollständige Untersuchung

Für einen Normalbefund wird ein minimaler Datenumfang von mindestens 25 Aufnahmen empfohlen. Diese sollen die Beurteilung von Kammergrößen, systolischer und diastolischer Funktion, Klappenfunktion, Perikard und Vena cava inferior (VCI) ermöglichen.

Die Leitlinie empfiehlt eine systematische Reihenfolge der Untersuchungsabschnitte mit folgenden Anlotungen:

  • Parasternale lange Achse

  • Parasternale kurze Achse (Ebene der Papillarmuskeln, Mitralklappe und Aortenklappe)

  • Apikaler 4-, 5-, 2- und 3-Kammer-Blick (inklusive LV- und RV-Fokus)

  • Subkostale Anlotung (4-Kammer-Blick und VCI-fokussiert)

Bei Vorliegen von Pathologien wird eine entsprechende Erweiterung des Datensatzes empfohlen.

Fokussierte kardiale Ultraschalluntersuchung

Der fokussierte Ultraschall (Point-of-Care) ist problemorientiert und zielt auf unmittelbare therapeutische Konsequenzen ab. Er wird in Notfallsituationen, bei akuter hämodynamischer Instabilität, Reanimation oder akuter respiratorischer Insuffizienz mit Verdacht auf kardiale Genese empfohlen.

Für die fokussierte Untersuchung werden folgende Schnittebenen empfohlen:

  • Subkostale lange Achse und Vena cava inferior

  • Parasternale lange Achse

  • Parasternale kurze Achse (mittpapilläre Ebene)

  • Apikaler 4-Kammer-Blick

Befundung und Nachsorge

Es wird betont, dass die fokussierte Untersuchung eine umfassende Echokardiographie nicht ersetzt. Bei Verdacht auf eine kardiale Erkrankung soll im Verlauf zwingend eine vollständige Echokardiographie erfolgen.

Die Leitlinie fordert, dass diese Empfehlung zur umfassenden Nachuntersuchung explizit im Befund des fokussierten Ultraschalls dokumentiert wird.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont ausdrücklich, dass eine fokussierte Notfall-Echokardiographie eine vollständige Untersuchung niemals ersetzt. Es wird gefordert, bei jedem Verdacht auf eine kardiale Erkrankung die Indikation für eine zeitnahe, umfassende Echokardiographie direkt im Notfallbefund schriftlich zu empfehlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie umfasst eine standardisierte Untersuchung mindestens 25 Aufnahmen. Diese dienen der Beurteilung von Kammergrößen, Pumpfunktion, Klappen, Perikard und Vena cava inferior.

Die Leitlinie empfiehlt den fokussierten Ultraschall in Notfallsituationen, bei Reanimationen sowie bei akuter hämodynamischer oder respiratorischer Instabilität. Er dient der schnellen, problemorientierten Abklärung.

Es werden die subkostale lange Achse (inklusive VCI), die parasternale lange und kurze Achse sowie der apikale 4-Kammer-Blick empfohlen. Diese Anlotungen ermöglichen eine rasche semiquantitative Einschätzung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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