Polymyalgia rheumatica (PMR): Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Die Polymyalgia rheumatica (PMR) ist nach der rheumatoiden Arthritis die zweithäufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung im höheren Lebensalter. Sie tritt fast ausschließlich bei Personen ab dem 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen etwa dreimal häufiger betroffen sind als Männer.
Laut der S2e-Leitlinie der DGIM wird die PMR als Teil eines Krankheitsspektrums gemeinsam mit der Riesenzellarteriitis (RZA) betrachtet. Etwa 20 Prozent der Erkrankten mit PMR weisen auch eine RZA auf, während rund die Hälfte der RZA-Fälle Symptome einer PMR zeigt.
Charakteristisch für die Erkrankung sind neu aufgetretene, entzündliche Schmerzen im Schulter- und Beckengürtelbereich sowie eine ausgeprägte Morgensteifigkeit. Begleitend können Allgemeinsymptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß und Gewichtsverlust auftreten.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass bei der Diagnostik nicht zwingend alle verfügbaren Labor- und Bildgebungstests bei jeder betroffenen Person durchgeführt werden müssen. Vielmehr wird eine gezielte, individuelle Auswahl der Untersuchungen empfohlen, um Differenzialdiagnosen effizient auszuschließen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass NSAR zur Primärtherapie ungeeignet sind.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt eine initiale Dosis von 15 bis 25 mg Prednison-Äquivalent pro Tag. Dosen von 7,5 mg oder weniger sowie über 30 mg sollen nicht angewendet werden.
Bei einer Monotherapie wird eine maximale Dauer von einem Jahr angestrebt. Erfolgt eine Begleittherapie mit Biologika oder Methotrexat, rät die Leitlinie zu einer Verkürzung auf 16 Wochen beziehungsweise 6 bis 8 Monate.
Der Einsatz von Sarilumab wird bei rezidivierenden Verläufen empfohlen. Zudem kann die Gabe bei neu aufgetretener Erkrankung erwogen werden, wenn ein hohes Risiko für Glukokortikoid-induzierte Nebenwirkungen besteht.
Nichtsteroidale Antirheumatika sind bei der Polymyalgia rheumatica deutlich weniger wirksam als Glukokortikoide. Laut Leitlinie sollten sie daher nicht primär zur Behandlung eingesetzt werden.
Ein klinisches Therapieansprechen auf die initiale Glukokortikoid-Gabe ist in der Regel sehr schnell zu beobachten. Die Leitlinie gibt hierfür einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden an.
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Quelle: DGIM Keyfacts: S2e-Leitlinie zur Polymyalgia rheumatica (DGIM, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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