DGIMNVL2023Innere Medizin

Arterielle Hypertonie: Diagnostik und Stufentherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGIM (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die arterielle Hypertonie weist in der deutschen Bevölkerung eine Prävalenz von etwa 32 Prozent auf. Es wird angenommen, dass rund 30 Prozent der Betroffenen ihre Diagnose nicht kennen oder trotz Therapie nicht adäquat versorgt sind.

Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Hypertonie zielt darauf ab, die Diagnostik zu optimieren und sowohl Über- als auch Unterversorgung zu vermeiden. Ein unbehandelter Bluthochdruck ist ein wesentlicher Treiber für kardiovaskuläre Erkrankungen, die durch eine frühzeitige Intervention oft verhindert werden können.

Neben der medikamentösen Therapie bilden nicht-medikamentöse Interventionen und Lebensstiländerungen die Basis der Langzeitversorgung. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer patientenzentrierten Kommunikation und einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, um die Adhärenz bei der oft jahrzehntelangen Therapie zu sichern.

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💡Praxis-Tipp

Bei einer hypertensiven Entgleisung (Blutdruck > 180/110 mmHg) ohne akute Begleitsymptome rät die Leitlinie ausdrücklich vom Einsatz kurzwirksamer oder sublingualer Medikamente ab. Es wird stattdessen empfohlen, nach 30 Minuten Ruhezeit erneut zu messen und bei Bedarf die orale Dauermedikation anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine arterielle Hypertonie ab einem systolischen Wert von 140 mmHg und/oder einem diastolischen Wert von 90 mmHg diagnostiziert. Zur Bestätigung wird in der Regel eine 24-Stunden-Blutdruckmessung empfohlen.

Bei erfolgreicher Blutdruckkontrolle und ohne weitere Komorbiditäten wird eine jährliche ärztliche Überprüfung empfohlen. Liegen Begleiterkrankungen wie eine chronische Nierenkrankheit oder Herzinsuffizienz vor, sollte die Kontrolle quartalsweise erfolgen.

Bei Blutdruckwerten über 180/110 mmHg mit akuten Begleitsymptomen wird eine sofortige Krankenhauseinweisung empfohlen. Fehlen diese Symptome, sollte nach 30 Minuten Ruhe erneut gemessen und auf kurzwirksame Notfallmedikamente verzichtet werden.

Die renale Denervation kann als Therapieoption angeboten werden, wenn der Blutdruck trotz Ausschöpfung aller medikamentösen Möglichkeiten und Lebensstiländerungen unkontrollierbar bleibt. Es wird eine umfassende Aufklärung über Nutzen und Risiken empfohlen.

Bei einer eGFR über 45 ml/min wird der Einsatz von Spironolacton oder Eplerenon empfohlen. Liegt die eGFR unter 45 ml/min, werden primär Alpha-Rezeptorenblocker oder Beta-Blocker eingesetzt.

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Quelle: DGIM Keyfacts: NVL Hypertonie (DGIM, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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