AkdÄ2021

Dexcom G6 Hautreaktionen: Kontaktallergie und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben 2021 eine dringende Sicherheitsinformation zum Dexcom G6 CGM-System veröffentlicht. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der Behörden und wurde aufgrund der Kürze des Quelltextes um allgemeines medizinisches Hintergrundwissen ergänzt.

Kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) wie der Dexcom G6 werden in der Diabetologie zur lückenlosen Überwachung des Gewebezuckers eingesetzt. Die Sensoren werden dabei mittels eines Pflasters für mehrere Tage auf der Haut fixiert.

Bei der Anwendung von CGM-Systemen kann es zu unerwünschten Hautreaktionen im Bereich der Applikationsstelle kommen. Häufig handelt es sich dabei um irritative oder allergische Kontaktekzeme, die beispielsweise durch Acrylate wie Isobornylacrylat (IBOA) in den Pflasterklebstoffen oder Sensorgehäusen ausgelöst werden können.

Empfehlungen

Die Mitteilung formuliert folgende Kernpunkte zur Sicherheitswarnung:

Gegenstand der Warnung

  • Die Warnung bezieht sich spezifisch auf das Dexcom G6 CGM-System.

  • Im Fokus der Meldung stehen Hautreaktionen, die im Zusammenhang mit dem Glukosesensor und dessen Fixierung auf der Haut auftreten können.

  • Der Vorgang wird unter der Referenznummer 20999/20 in der Produktgruppe der elektrischen Blutzuckermessgeräte geführt.

Klinisches Management bei Hautreaktionen

Zur Behandlung und Prävention von sensorassoziierten Hautreaktionen haben sich in der klinischen Praxis verschiedene Ansätze etabliert:

  • Bei Verdacht auf eine allergische Kontaktdermatitis ist ein Wechsel der Sensorposition sowie eine dermatologische und allergologische Abklärung indiziert.

  • Zur Linderung akuter, stark juckender Beschwerden können temporär topische Glukokortikoide eingesetzt werden.

  • Präventiv wird häufig die Verwendung von Hautschutzsprays oder hypoallergenen Unterpflastern (z. B. Hydrokolloidverbände) zwischen Haut und Sensor genutzt, um den direkten Allergenkontakt zu minimieren.

Informationsbeschaffung

  • Es wird auf die detaillierte Kundeninformation des Herstellers verwiesen, um weitere Details zum Produkt und zum spezifischen Umgang mit den Hautreaktionen zu erhalten.

  • Die vollständige dringende Sicherheitsinformation ist über die Publikationen der Behörde (Stand 05.01.2021) abrufbar.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei neu auftretenden, stark juckenden oder nässenden Ekzemen unter dem CGM-Pflaster ist differenzialdiagnostisch eine Sensibilisierung gegenüber Acrylaten (wie Isobornylacrylat) möglich, was eine allergologische Testung rechtfertigen kann.

Häufig gestellte Fragen

Es kann zu irritativen oder allergischen Kontaktdermatitiden im Bereich des Sensorpflasters kommen. Diese äußern sich häufig durch Rötung, Juckreiz, Schuppung oder Bläschenbildung an der Applikationsstelle.

Eine bekannte Ursache für allergische Reaktionen bei Glukosesensoren sind bestimmte Klebstoffe und Kunststoffe. Häufig wird Isobornylacrylat (IBOA) als Auslöser für die allergische Kontaktdermatitis identifiziert.

Neben dem regelmäßigen Wechsel der Einstichstelle wird in der Praxis oft die Nutzung von Hautschutzbarrieren wie Sprays oder speziellen Unterpflastern angewendet. Bei ausgeprägten Befunden ist eine dermatologische Vorstellung zur Diagnostik und lokalen Therapie sinnvoll.

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Quelle: AkdÄ: Information zu Glucosesensor Dexcom G6: Hautreaktionen. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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