AkdÄ2022

Frühe Hypoglykämie durch Insulin glargin: AkdÄ Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert Berichte über unerwartet frühe Hypoglykämien nach der Anwendung von Insulin glargin. Diese traten teilweise bereits 15 Minuten nach der Injektion auf und erforderten in einigen Fällen Fremdhilfe.

Insulin glargin ist ein langwirksames Humaninsulinanalogon. Nach der subkutanen Applikation bilden sich Mikropräzipitate, die eine kontinuierliche Freisetzung ohne Wirkspitzen ermöglichen sollen.

Regulär tritt die Wirkung erst nach etwa 1,5 Stunden ein, wobei das Maximum nach acht bis zwölf Stunden erreicht wird. Die Fachinformationen weisen jedoch darauf hin, dass der Zeit-Wirkungs-Verlauf inter- und intraindividuell erheblich variieren kann.

Empfehlungen

Aufruf zur Fallmeldung

Die AkdÄ bittet um die Meldung entsprechender Fälle, um einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen der Applikation von Insulin glargin und frühen Hypoglykämien zu prüfen.

Relevante Parameter für die Meldung

Bei der Dokumentation und Meldung eines Falles wird die Erfassung folgender Basisdaten angeraten:

  • Verwendetes Insulin-Präparat

  • Verabreichte Dosierung

  • Zeitlicher Abstand zwischen Injektion und Hypoglykämie

Potenzielle Einflussfaktoren

Zur differenzierten Beurteilung wird die Angabe weiterer Faktoren empfohlen, die die Glukosekonzentration beeinflussen können:

  • Zeitangabe der letzten Injektion kurzwirksamer Insuline

  • Dosis und Zeitpunkt der vorletzten Insulin-glargin-Gabe

  • Kürzlicher Wechsel des Insulins (z. B. von NPH auf Glargin) oder der Konzentration (U100/U300)

  • Angaben zur Injektionsstelle, Wechsel der Stelle oder Faktoren für eine erhöhte Resorption (Wärme, Massage)

  • Begleiterkrankungen, Komedikation, sportliche Aktivität sowie Nahrungs- und Alkoholkonsum

  • Mögliche technische Fehler (versehentliche intravasale Applikation) oder Präparateverwechslungen

Dosierung

Die Publikation nennt folgende verfügbare Konzentrationen und Altersfreigaben für Insulin glargin als Monopräparat:

Präparat-KonzentrationZulassungsalterWirkmaximum
U100 (100 Einheiten/ml)ab 2 Jahren8 bis 12 Stunden
U300 (300 Einheiten/ml)ab 6 Jahrenspäter als 8 bis 12 Stunden
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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass Hypoglykämien nach Insulin glargin untypischerweise bereits ab 15 Minuten nach der Injektion auftreten können, obwohl der reguläre Wirkeintritt erst nach etwa 1,5 Stunden zu erwarten ist. Bei der Ursachensuche für frühe Unterzuckerungen wird geraten, auch an Faktoren wie eine versehentliche intravasale Applikation, eine erhöhte Resorption durch Wärme oder Massage an der Injektionsstelle sowie an Präparateverwechslungen zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ tritt die Wirkung von Insulin glargin im Mittel erst nach etwa 1,5 Stunden ein. Das Wirkmaximum wird regulär nach acht bis zwölf Stunden erreicht.

Die der AkdÄ gemeldeten Fälle von Hypoglykämie traten bereits ab 15 Minuten nach der Injektion auf. Einige Betroffene waren dabei auf Fremdhilfe angewiesen.

Die Publikation nennt die Applikation von Wärme oder Massagen an der Injektionsstelle als mögliche Ursachen für eine erhöhte Insulinresorption. Auch eine versehentliche intravasale Applikation kann zu einem veränderten Wirkprofil führen.

Es wird empfohlen, neben dem Präparat, der Dosis und dem zeitlichen Abstand zur Hypoglykämie auch Begleitfaktoren zu melden. Dazu zählen unter anderem Komedikation, sportliche Aktivität, kürzliche Präparatewechsel sowie der Zeitpunkt der letzten Gabe kurzwirksamer Insuline.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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