Diabetische Nephropathie: SGLT2i- und GLP-1-Therapie
Hintergrund
Die KDIGO-Leitlinie 2022 zur Behandlung von Diabetes bei chronischer Nierenkrankheit (CKD) stellt ein Update der Version von 2020 dar. Sie berücksichtigt neue Evidenz aus großen kardiovaskulären und renalen Endpunktstudien.
Ein zentraler Paradigmenwechsel ist die Abkehr von rein blutzuckersenkenden Strategien. Stattdessen rücken kardiovaskuläre und renale Endpunkte in den Vordergrund der Therapie.
Die Leitlinie betont einen umfassenden, individualisierten Behandlungsansatz. Dieser umfasst neben der medikamentösen Therapie auch Lebensstilinterventionen und ein strukturiertes Selbstmanagement der Betroffenen.
💡Praxis-Tipp
Ein reversibler Abfall der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) zu Beginn einer Therapie mit SGLT2-Inhibitoren ist laut Leitlinie zu erwarten. Es wird betont, dass dies im Allgemeinen keinen Grund darstellt, das Medikament abzusetzen. Die Therapie sollte auch bei einem späteren Abfall der eGFR unter 20 ml/min pro 1,73 m2 fortgeführt werden, solange sie vertragen wird.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt den Beginn einer Therapie mit SGLT2-Inhibitoren bei einer eGFR von mindestens 20 ml/min pro 1,73 m2. Die Behandlung sollte fortgesetzt werden, auch wenn die eGFR im Verlauf unter diesen Wert fällt.
Ein nichtsteroidaler MRA wie Finerenon wird empfohlen, wenn trotz maximal verträglicher RAS-Blockade weiterhin eine Albuminurie von mindestens 30 mg/g besteht. Voraussetzung sind ein normales Serumkalium und eine eGFR von mindestens 25 ml/min pro 1,73 m2.
Es wird empfohlen, SGLT2-Inhibitoren vor Operationen, bei längerem Fasten oder kritischen Erkrankungen zu pausieren. Dies dient der Vermeidung einer diabetischen Ketoazidose.
Laut Leitlinie sollten GLP-1-Rezeptor-Agonisten nicht in Kombination mit DPP-4-Hemmern eingesetzt werden. Bei unzureichender Blutzuckerkontrolle unter Metformin und SGLT2-Inhibitoren wird der Wechsel auf einen GLP-1-RA bevorzugt.
Das Serumkalium sollte einen Monat nach Therapiebeginn kontrolliert werden. Bei Werten über 5,5 mmol/l wird ein Absetzen der Medikation empfohlen, bis sich die Werte normalisiert haben.
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Quelle: DDG: Vorwort_und_Kurzfassung.pdf pdf (DDG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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