Diabetes und Sport: Therapie und Insulinanpassung
Hintergrund
Bewegung ist für alle Formen des Diabetes mellitus eine essenzielle Maßnahme zum Erhalt der Gesundheit. Durch körperliche Aktivität werden Anpassungs- und Reparaturmechanismen in Muskulatur, Gefäßen und dem Immunsystem ausgelöst.
Bei Typ-1-Diabetes stellt die genaue Abstimmung von Insulindosis, Kohlenhydratzufuhr und Energieumsatz eine besondere Herausforderung dar. Bei Typ-2-Diabetes steht die Verbesserung der Insulinsensitivität und die Gewichtsreduktion im Vordergrund.
Die DDG-Praxisempfehlung 2025 integriert aktuelle internationale Standards, darunter die Bewegungsempfehlungen der American Diabetes Association (ADA). Zudem werden neue technologische Entwicklungen wie AID-Systeme und kontinuierliche Glukosemessung (CGM) berücksichtigt.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem sogenannten Muskelauffülleffekt nach sportlicher Betätigung. Es wird darauf hingewiesen, dass die Glukoseaufnahme in die Muskulatur noch bis zu 48 Stunden nach Ende der Muskelarbeit erhöht sein kann. Daher wird empfohlen, in der Nachbelastungsphase besonders auf das Risiko von späten, nächtlichen Hypoglykämien zu achten und die Therapie entsprechend anzupassen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt für Erwachsene mindestens 150 Minuten Bewegung in moderater Intensität pro Woche. Diese sollte auf mindestens drei Tage verteilt werden, ergänzt durch Krafttraining an zwei bis drei Tagen.
Laut Leitlinie ist Sport bei Ketonwerten ab 1,5 mmol/l absolut kontraindiziert. Bei leicht erhöhten Werten bis 1,4 mmol/l wird lediglich leichte Aktivität für maximal 30 Minuten empfohlen.
Es wird empfohlen, die Basalrate bei Sport von mehr als ein bis zwei Stunden Dauer zu halbieren. Nach der Aktivität rät die Leitlinie zu einer Reduktion der Basalrate um 10 bis 50 Prozent für bis zu 14 Stunden.
Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Eingabe eines Aktivitätsmodus bei AID-Systemen rechtzeitig erfolgen muss. Es wird ein Vorlauf von mindestens 60 bis 120 Minuten vor Beginn der körperlichen Aktivität empfohlen.
Gemäß Leitlinie sollten bei proliferativer Retinopathie starke Blutdruckanstiege vermieden werden. Krafttraining und Kampfsportarten werden als ungeeignet und potenziell schädlich eingestuft.
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Quelle: DDG: PE_Diabetes & Sport pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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