Adipositas und Diabetes: Therapie-Empfehlungen 2025
Hintergrund
Die DDG-Praxisempfehlung 2025 betont, dass die Gewichtsreduktion ein integraler Bestandteil der Therapie des Typ-2-Diabetes ist. Eine Gewichtsabnahme von 5 bis 15 Prozent wird als allgemeines Therapieziel definiert, wobei eine Reduktion von 10 bis 15 Prozent zu einer Diabetesremission führen kann.
Das grundsätzliche Behandlungsziel ist eine langfristige Gewichtsstabilisierung im Bereich des Normgewichts. Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion verbessert nicht nur die Blutzuckerwerte, sondern auch Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Fettlebererkrankungen und das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom.
Die Leitlinie hebt hervor, dass der Verlust von Muskelmasse während der Gewichtsabnahme möglichst gering gehalten werden sollte. Ein sarkopener Phänotyp ist bei Menschen mit Typ-2-Diabetes mit einem besonders hohen Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen assoziiert.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, dass 15 bis 20 Prozent der insulinbehandelten Personen innerhalb der ersten zwei Monate nach einer bariatrischen Operation eine diabetische Ketoazidose entwickeln. Es wird betont, dass die Basalinsulin-Gabe zwingend fortgeführt werden muss, insbesondere bei Typ-1-Diabetes. Eine unzureichende Insulin-Applikation ist in den meisten Fällen die Ursache für diese lebensbedrohliche Komplikation.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie definiert für die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes eine Gewichtsreduktion von mindestens 5 bis 15 Prozent als Therapieziel. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Abnahme von 10 bis 15 Prozent sogar zu einer Remission des Diabetes führen kann.
Laut Leitlinie gelten GLP-1-Rezeptor-Agonisten (wie Semaglutid) und GIP/GLP-1-Koagonisten (wie Tirzepatid) als Therapeutika der ersten Wahl. Diese Substanzen weisen eine sehr hohe gewichtssenkende Wirkung auf und senken zudem das kardiovaskuläre Risiko.
Die Leitlinie empfiehlt die Indikation zur metabolischen Chirurgie bei einem BMI ab 35 kg/m2, wenn individuelle Zielwerte konservativ nicht erreicht werden. Ab einem BMI von 40 kg/m2 kann eine Primärindikation unabhängig von der Blutzuckereinstellung gestellt werden.
Es wird empfohlen, sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv zu bewegen, verteilt auf mindestens drei Tage. Zudem rät die Leitlinie dazu, an zwei bis drei Tagen pro Woche ein Krafttraining durchzuführen, um die Muskelmasse zu erhalten.
Die Leitlinie empfiehlt, SGLT2-Hemmer in den ersten 6 bis 12 Wochen nach einer bariatrischen Operation zu pausieren. Grund dafür ist ein deutlich erhöhtes Risiko für Laktat- oder euglykäme Ketoazidosen in der postoperativen Phase.
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Quelle: DDG: PE_Diabetes und Adipositas 2025 pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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