CRPS: Diagnostik nach Budapest-Kriterien und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) entwickelt sich mit variabler Latenz bei 2 bis 5 Prozent der Patienten nach einer Extremitätenverletzung, wie beispielsweise einer distalen Radiusfraktur. Die Symptomatik tritt meist distal der Traumastelle auf und beschränkt sich nicht auf das Innervationsgebiet eines einzelnen peripheren Nerven.

Laut AWMF-Leitlinie liegt die Inzidenz zwischen 5,5 und 26,2 pro 100.000 Einwohnern pro Jahr. Der Altersgipfel befindet sich zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Die Prognose ist bei rechtzeitiger Therapie nicht zwangsläufig schlecht, wobei in etwa 50 Prozent der Fälle mit einer weitgehenden Remission zu rechnen ist. Komplizierende Faktoren wie schmerzhafte Therapieverfahren oder psychische Komorbiditäten können jedoch eine Chronifizierung begünstigen.

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💡Praxis-Tipp

Ein persistierender Schmerz mit einer Stärke von 5 oder mehr auf einer 10-teiligen Skala eine Woche nach einer konservativ behandelten distalen Radiusfraktur gilt laut Leitlinie als wichtiger Indikator für ein sich entwickelndes CRPS. Es wird hervorgehoben, dass eine frühzeitige Erkennung und der sofortige Beginn einer interdisziplinären Therapie entscheidend sind, um eine Chronifizierung zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird rein klinisch anhand der sogenannten Budapest-Kriterien gestellt. Apparative Verfahren wie die 3-Phasen-Knochenszintigraphie dienen laut Leitlinie lediglich der Bestätigung bei unsicheren Fällen.

Die Leitlinie empfiehlt Steroide wie Prednisolon bei frühen, entzündlichen Stadien des CRPS, die mit Rötung, Überwärmung und Ödem einhergehen. Bei chronischen Verläufen über 6 Monate wird von einer Steroidgabe abgeraten.

Ein genereller Einsatz von Sympathikusblockaden wird aufgrund fehlender Evidenz nicht empfohlen. Die Leitlinie erwägt sie lediglich als zeitlich begrenzte Serie bei ansonsten therapieresistenten, sympathisch unterhaltenen Ruheschmerzen nach einer positiven Testinjektion.

Die Behandlung bei Kindern sollte gemäß Leitlinie immer durch einen erfahrenen Pädiater erfolgen. Da die Prognose im Kindesalter sehr gut ist, wird von invasiven oder potenziell schädigenden Maßnahmen wie Ketamininfusionen dringend abgeraten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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