Pertussis-Impfung: Indikation zur Allergieprävention
Hintergrund
Atopische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Leiden im Kindesalter. Insbesondere die Zunahme von Nahrungsmittelanaphylaxien in den letzten Jahrzehnten gibt Anlass zur Sorge, da es kaum bewährte Präventionsstrategien gibt.
In-vitro-Studien haben Unterschiede in der Immunantwort von jungen Säuglingen gezeigt, je nachdem, ob sie mit einem Ganzzell-Pertussis-Impfstoff (wP) oder einem azellulären Pertussis-Impfstoff (aP) grundimmunisiert wurden. Dies führte zu der Hypothese, dass wP-Impfstoffe möglicherweise einen präventiven Effekt auf Allergien haben könnten.
Dieser systematische Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von wP-Impfungen im Vergleich zu aP-Impfungen im frühen Säuglingsalter zur Vorbeugung atopischer Erkrankungen. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.
💡Praxis-Tipp
Bei der Aufklärung von Eltern über Pertussis-Impfstoffe sollte beachtet werden, dass ein potenzieller Allergieschutz durch Ganzzell-Impfstoffe (wP) wissenschaftlich derzeit nicht belegt ist. Die Sicherheitsprofile bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse unterscheiden sich laut Cochrane Review nicht signifikant zwischen wP- und aP-Impfstoffen.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es dafür derzeit keine belastbaren Beweise. Die Evidenz für einen schützenden Effekt vor atopischen Erkrankungen wird als sehr gering und ungewiss eingestuft.
Der Review zeigt, dass schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei beiden Impfstofftypen selten sind. Es traten etwa 11 bis 12 Fälle pro 1000 geimpften Kindern auf, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen.
In den vom Review ausgewerteten Studien mit über 115.000 Kindern wurden keine Fälle von Enzephalopathie nach der Impfung berichtet. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Evidenzqualität für diesen spezifischen Endpunkt aufgrund der Seltenheit als niedrig eingestuft wird.
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Quelle: Cochrane Review: Whole-cell pertussis vaccine in early infancy for the prevention of allergy in children (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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