COVID-19-Impfstoffe: Cochrane Review
Hintergrund
Der Cochrane Review (2022) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener COVID-19-Impfstoffe. Die Meta-Analyse umfasst 41 randomisierte kontrollierte Studien mit über 433.000 Teilnehmenden.
Die meisten eingeschlossenen Studien weisen eine kurze Nachbeobachtungszeit von weniger als sechs Monaten auf. Zudem wurden sie überwiegend vor dem Auftreten neuerer Virusvarianten durchgeführt.
Schwangere, immungeschwächte Personen sowie Menschen mit einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion waren von den meisten Studien ausgeschlossen. Daher ist die Übertragbarkeit der Daten auf diese spezifischen Gruppen laut Analyse limitiert.
Empfehlungen
Die Meta-Analyse liefert folgende zentrale Ergebnisse zur Schutzwirkung und Sicherheit der Vakzine:
Symptomatische Infektionen
Laut Review reduzieren die meisten zugelassenen Impfstoffe die Inzidenz symptomatischer COVID-19-Erkrankungen im Vergleich zu Placebo signifikant.
| Impfstoff | Reduktion symptomatischer Infektionen | Evidenzgrad |
|---|---|---|
| BNT162b2 (Pfizer/BioNTech) | Sehr hoch (VE 97,84 %) | Hohe Evidenz |
| mRNA-1273 (Moderna) | Sehr hoch (VE 93,20 %) | Hohe Evidenz |
| ChAdOx1 (AstraZeneca) | Hoch (VE 70,23 %) | Hohe Evidenz |
| Ad26.COV2.S (Janssen) | Hoch (VE 66,90 %) | Hohe Evidenz |
| NVX-CoV2373 (Novavax) | Hoch (VE 82,91 %) | Moderate Evidenz |
| CoronaVac (Sinovac) | Unklar (VE 69,81 %) | Niedrige Evidenz |
Schwere Krankheitsverläufe und Mortalität
Es wird dargelegt, dass mRNA- und Vektorimpfstoffe effektiv vor schweren Verläufen schützen.
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BNT162b2, mRNA-1273, Ad26.COV2.S und BBV152 führen zu einer starken Reduktion schwerer oder kritischer Erkrankungen (hohe Evidenz).
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NVX-CoV2373 reduziert schwere Verläufe wahrscheinlich ebenfalls deutlich (moderate Evidenz).
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Bezüglich der Gesamtmortalität ist die Evidenz für die meisten Impfstoffe aufgrund geringer Fallzahlen unzureichend.
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Eine Ausnahme bildet Ad26.COV2.S, welches die Gesamtmortalität wahrscheinlich senkt (hohe Evidenz).
Sicherheit und unerwünschte Ereignisse
Die Analyse zeigt, dass systemische Reaktionen wie Fieber bei den meisten Impfstoffen häufiger auftreten als unter Placebo (moderate bis hohe Evidenz).
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Bei mRNA-1273, ChAdOx1 und Ad26.COV2.S gibt es wahrscheinlich keinen oder nur einen geringen Unterschied zu Placebo bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse (SAE).
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Für BNT162b2 und NVX-CoV2373 ist die Evidenz zu SAEs aufgrund der geringen Ereignisraten unsicher.
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Die meisten unerwünschten Ereignisse sind auf die immunologische Reaktion zurückzuführen und von kurzer Dauer.
💡Praxis-Tipp
Der Review weist darauf hin, dass die Studienergebnisse nicht ohne Weiteres auf Schwangere oder immungeschwächte Personen übertragen werden können. Es wird betont, dass die meisten Daten aus Zeiträumen vor dem Auftreten neuerer Virusvarianten stammen. Bei der Aufklärung über Nebenwirkungen sollte kommuniziert werden, dass systemische Reaktionen wie Fieber zu erwarten sind, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse jedoch nicht signifikant gehäuft auftreten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review reduzieren die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und Janssen schwere oder kritische Krankheitsverläufe stark. Dies wird mit hoher Evidenz belegt.
Die Meta-Analyse zeigt, dass es bei den meisten Impfstoffen wahrscheinlich keinen relevanten Unterschied zu Placebo bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse gibt. Systemische Reaktionen wie Fieber oder Kopfschmerzen treten jedoch häufiger auf.
Für die meisten Impfstoffe ist die Evidenz zur Gesamtmortalität aufgrund geringer Fallzahlen in den Studien unzureichend. Lediglich für den Janssen-Impfstoff wird eine wahrscheinliche Reduktion der Mortalität beschrieben.
Der Review stellt klar, dass Schwangere aus den zugrundeliegenden Zulassungsstudien ausgeschlossen waren. Daher können die Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit nicht direkt auf diese Gruppe generalisiert werden.
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Quelle: Cochrane Review: Efficacy and safety of COVID-19 vaccines (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.