MMR- und MMRV-Impfung: Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Windpocken) sind schwere Infektionskrankheiten, die zu erheblichen Komplikationen, Behinderungen und zum Tod führen können. Trotz der weltweiten Nutzung der Impfstoffe gibt es anhaltende öffentliche Debatten über deren Sicherheit.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 aktualisiert frühere Versionen und untersucht die Wirksamkeit sowie kurz- und langfristige Nebenwirkungen der Impfstoffe. Dabei werden trivalente (MMR) und tetravalente (MMRV) Impfstoffe bei Kindern bis zu 15 Jahren analysiert.

Die Meta-Analyse schließt 138 Studien mit über 23 Millionen Teilnehmern ein. Sie liefert eine fundierte Evidenzbasis für die Fortführung weltweiter Massenimmunisierungsprogramme und bewertet gezielt die Assoziation mit vermuteten Impfschäden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Reviews betrifft die Aufklärung über Fieberkrämpfe und ITP. Es wird betont, dass das Risiko für eine idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP) nach der Impfung deutlich geringer ist als nach einer natürlichen Infektion mit den Viren. Zudem wird darauf hingewiesen, dass aseptische Meningitiden stammabhängig sind und beim weltweit etablierten Jeryl Lynn-Stamm nicht nachgewiesen wurden.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review stellt fest, dass es keine Evidenz für einen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus-Spektrum-Störungen gibt. Diese Aussage stützt sich auf große Beobachtungsstudien mit über einer Million Kindern.

Laut Meta-Analyse kommt es bei etwa 1 von 1150 bis 1700 verabreichten Impfdosen zu einem impfinduzierten Fieberkrampf. Dies stellt ein geringes Risiko dar, insbesondere da Fieberkrämpfe bei 2 bis 4 % aller gesunden Kinder ohnehin auftreten.

Die Daten zeigen, dass bereits eine Dosis zu 95 % vor einer Maserninfektion schützt. Für einen optimalen und langanhaltenden Schutz von 96 % werden jedoch zwei Dosen empfohlen.

Ja, der Review zeigt eine Wirksamkeit von 74 % für die Postexpositionsprophylaxe. Die Impfung kann also auch nach einem Kontakt mit Masern noch einen relevanten Schutz bieten.

Die Analyse zeigt, dass der Jeryl Lynn-Stamm nicht mit aseptischer Meningitis assoziiert ist. Bei den Stämmen Urabe und Leningrad-Zagreb wurde hingegen ein erhöhtes Risiko festgestellt.

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Quelle: Cochrane Review: Vaccines for measles, mumps, rubella, and varicella in children (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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