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COVID-19-Impfung bei Immunschwäche: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2022) untersucht die verfügbare Evidenz zur Immunität nach einer COVID-19-Impfung bei Personen mit geschwächtem Immunsystem. Diese Zielgruppe entwickelt häufig eine schwächere und weniger stabile Immunantwort auf die Impfung.

Die Übersichtsarbeit schloss 318 Studien mit über 5 Millionen Teilnehmenden ein. Ziel war es, die bestehende Literatur zu kartieren, um relevante Forschungsfragen für zukünftige systematische Reviews zu identifizieren.

Es wird hervorgehoben, dass die Serokonversionsraten je nach Grunderkrankung stark variieren. Besonders niedrige Raten von etwa 30 Prozent nach der zweiten Impfdosis wurden bei Empfängern von Organtransplantaten beobachtet.

Empfehlungen

Die Übersichtsarbeit fasst die bestehende Studienlandschaft zusammen und formuliert folgende Kernaussagen:

Untersuchte Populationen

Die meisten eingeschlossenen Studien untersuchten erwachsene Personen aus einkommensstarken Ländern. Folgende Risikogruppen wurden laut Review am häufigsten analysiert:

  • Hämatologische Malignome (54 Studien)

  • Dialysepflichtige Personen (48 Studien)

  • Solide Tumore (47 Studien)

  • Nierentransplantierte (43 Studien)

Untersuchte Impfstoffe und Endpunkte

Die Datenlage konzentriert sich stark auf mRNA-Impfstoffe, die im Standard-Impfschema verabreicht wurden. Der Review zeigt, dass primär immunologische Surrogatparameter wie die Serokonversion und IgG-Titer sowie unerwünschte Ereignisse erfasst wurden.

Klinische Endpunkte wie symptomatische Infektionen oder Mortalität wurden deutlich seltener berichtet. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Studienanzahl zu ausgewählten Endpunkten für die am häufigsten untersuchten Impfstoffe:

ImpfstoffStudien zu klinischen Endpunkten (Infektion)Studien zu Immunogenität (IgG-Titer)Studien zu Sicherheit (Unerwünschte Ereignisse)
BNT162b272157102
mRNA-1273377949
AZD1222112725
Ad26.COV2.S102012

Immunantwort und Virusvarianten

Die Autoren betonen, dass die Immunantwort bei immunsupprimierten Personen durch die Grunderkrankung oder die Therapie reduziert sein kann. Lymphozytendepletierende Therapien, CAR-T-Zell-Therapien und Stammzelltransplantationen sind mit signifikant niedrigeren Serokonversionsraten assoziiert.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass die neutralisierende Aktivität gegen neuere Virusvarianten wie Omikron reduziert ist. Dies unterstreicht laut den Autoren die Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen in diesen vulnerablen Gruppen.

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💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die Serokonversionsrate nach einer COVID-19-Standardimpfung bei bestimmten Risikogruppen stark eingeschränkt ist. Es wird beschrieben, dass insbesondere Personen unter lymphozytendepletierender Therapie oder nach Organtransplantation ein hohes Risiko für ein Impfversagen aufweisen. Laut den Autoren ist bei diesen Gruppen das Erreichen einer schützenden Immunantwort deutlich erschwert, was die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen unterstreicht.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Review weisen insbesondere Empfänger von Organtransplantaten sehr niedrige Serokonversionsraten von etwa 30 Prozent nach der zweiten Impfdosis auf. Auch Personen unter lymphozytendepletierenden Therapien oder nach Stammzelltransplantationen zeigen eine signifikant reduzierte Immunantwort.

Die Übersichtsarbeit zeigt, dass primär immunologische Surrogatparameter wie IgG-Titer und Serokonversionsraten sowie unerwünschte Ereignisse erfasst wurden. Klinische Endpunkte wie symptomatische Infektionen oder Mortalität wurden deutlich seltener berichtet.

Der Text beschreibt, dass der Einsatz von Antimetaboliten bei Empfängern von soliden Organtransplantaten die Seroreaktion verringert. Ein temporäres Pausieren der antimetabolischen Behandlung ist mit einer Erhöhung der Impfantwort assoziiert.

Die mit Abstand meiste Evidenz liegt für die mRNA-Impfstoffe BNT162b2 und mRNA-1273 vor. Vektorbasierte oder inaktivierte Impfstoffe wurden in dieser speziellen Population deutlich seltener in großen Studien evaluiert.

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Quelle: Cochrane Review: Immunity after COVID-19 vaccination in people with higher risk of compromised immune status: a scoping review (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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