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Transkranielle Lasertherapie bei Schlaganfall: Cochrane

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der ischämische Schlaganfall ist weltweit eine der Hauptursachen für Tod und Behinderung. Die verfügbaren Behandlungsoptionen zur Verbesserung des klinischen Outcomes sind jedoch begrenzt.

Einige Studien haben den Einsatz der transkraniellen Lasertherapie bei Personen mit akutem ischämischem Schlaganfall untersucht. Bisher waren die genauen Nutzen und Risiken dieser Behandlungsmethode jedoch unklar.

Ein aktueller Cochrane-Review aus dem Jahr 2025 analysiert nun die Evidenz aus vier randomisiert-kontrollierten Studien. Eingeschlossen wurden über 1.400 Personen, die innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn mit einem 808-nm-Laser oder einer Scheinbehandlung therapiert wurden.

Empfehlungen

Der Review formuliert basierend auf der Meta-Analyse folgende zentrale Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit:

Funktionelles Outcome und Mortalität

Laut Analyse führt die transkranielle Lasertherapie im Vergleich zu einer Scheinbehandlung zu keinem relevanten Unterschied beim ungünstigen funktionellen Outcome nach 90 Tagen (hohe Evidenzqualität). Ein ungünstiges Outcome wurde dabei als Wert von 3 bis 6 auf der modifizierten Rankin-Skala (mRS) definiert.

Auch bezüglich der Gesamtmortalität nach 90 Tagen zeigt sich gemäß der Auswertung kaum bis kein Unterschied zwischen den Gruppen (niedrige Evidenzqualität).

Schlaganfallschwere und Sicherheit

Die Untersuchung der Schlaganfallschwere, gemessen anhand der National Institutes of Health Stroke Scale (NIHSS), ergibt nach 90 Tagen ebenfalls keinen signifikanten Unterschied (niedrige Evidenzqualität).

Hinsichtlich unerwünschter Ereignisse wird kein relevanter Unterschied festgestellt (moderate Evidenzqualität). Bei schweren unerwünschten Ereignissen zeigte sich initial eine leichte Reduktion, die jedoch nach Ausschluss einer Studie mit hohem Verzerrungsrisiko nicht mehr nachweisbar war.

Zusammenfassung der Endpunkte

Endpunkt (nach 90 Tagen)Effekt (Laser vs. Scheinbehandlung)Evidenzqualität
Ungünstiges funktionelles Outcome (mRS 3-6)Kein relevanter UnterschiedHoch
GesamtmortalitätKein relevanter UnterschiedNiedrig
Verbesserung der Schlaganfallschwere (NIHSS)Kein relevanter UnterschiedNiedrig
Unerwünschte EreignisseKein relevanter UnterschiedModerat

Die Autoren schlussfolgern, dass aktuell weder ein klarer Nutzen noch ein Schaden durch die transkranielle Lasertherapie belegt ist. Es wird der Bedarf an weiteren qualitativ hochwertigen Studien betont, um mögliche Subgruppen zu identifizieren, die von der Therapie profitieren könnten.

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💡Praxis-Tipp

Der Review zeigt, dass die transkranielle Lasertherapie in der Akutphase des ischämischen Schlaganfalls (innerhalb von 24 Stunden) das funktionelle Outcome nicht signifikant verbessert. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Methode nach aktueller Evidenzlage keinen klinischen Standard darstellt und keinen klaren Nutzen gegenüber einer Scheinbehandlung bietet.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen Cochrane-Review gibt es keinen signifikanten Unterschied im funktionellen Outcome nach 90 Tagen im Vergleich zu einer Scheinbehandlung. Die Evidenzqualität für dieses Ergebnis wird als hoch eingestuft.

Die Meta-Analyse zeigt, dass die transkranielle Lasertherapie kaum bis keinen Einfluss auf die Gesamtmortalität nach 90 Tagen hat. Dieses Ergebnis basiert jedoch auf einer niedrigen Evidenzqualität.

Der Review stellt fest, dass es keinen relevanten Unterschied bei den allgemeinen unerwünschten Ereignissen zwischen Laser- und Scheinbehandlung gibt. Ein anfänglich beobachteter Rückgang schwerer Nebenwirkungen bestätigte sich in Sensitivitätsanalysen nicht.

In den eingeschlossenen Studien erfolgte die Behandlung innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Schlaganfallsymptome. Es kam durchgehend ein Laser mit einer Wellenlänge von 808 nm zum Einsatz.

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Quelle: Cochrane Review: Transcranial laser therapy for acute ischaemic stroke (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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