Intrakranielle Arterienstenose: Therapie-Empfehlung
Hintergrund
Die symptomatische intrakranielle Stenose der hirnversorgenden Arterien (ICAS) ist eine häufige Ursache für ischämische Schlaganfälle. Die optimale Behandlungsstrategie zur Sekundärprävention wird in der klinischen Praxis kontrovers diskutiert.
Zur Verfügung stehen die konventionelle medikamentöse Therapie (CMT) sowie die endovaskuläre Therapie (ET). Die endovaskuläre Therapie umfasst minimalinvasive Verfahren wie die Angioplastie mit oder ohne Stent-Implantation.
Dieser Artikel basiert auf einem Cochrane Review aus dem Jahr 2023. Es wurde die Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination aus endovaskulärer und medikamentöser Therapie im Vergleich zur alleinigen medikamentösen Therapie untersucht.
💡Praxis-Tipp
Laut dem Cochrane Review ist die alleinige konventionelle medikamentöse Therapie der endovaskulären Therapie bei symptomatischer intrakranieller Stenose überlegen. Es wird hervorgehoben, dass die Stent-Implantation insbesondere in der Frühphase nach einem Ereignis mit einem deutlich erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Tod einhergeht.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review erhöht eine endovaskuläre Therapie mit Stent das Risiko für kurz- und langfristige Schlaganfälle sowie Tod. Die alleinige medikamentöse Therapie zeigt in den ausgewerteten Studien überlegenere Ergebnisse.
Der Review definiert die konventionelle medikamentöse Therapie als Thrombozytenaggregationshemmung kombiniert mit der strengen Kontrolle von Risikofaktoren. Dazu gehören die medikamentöse Einstellung von Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Diabetes mellitus.
Die Datenlage deutet laut Review darauf hin, dass Eingriffe innerhalb der ersten drei Wochen nach dem Symptombeginn besonders risikoreich sind. Eine spätere Intervention könnte sicherer sein, was jedoch noch durch weitere Studien bestätigt werden muss.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Cochrane Review: Endovascular therapy versus medical treatment for symptomatic intracranial artery stenosis (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
Cochrane Review: Percutaneous transluminal angioplasty and stenting for vertebral artery stenosis
Cochrane Review: Different types of percutaneous endovascular interventions for acute ischemic stroke
Cochrane Review: Endovascular thrombectomy with versus without intravenous thrombolysis for acute ischaemic stroke
Cochrane Review: Remote ischaemic conditioning for preventing and treating ischaemic stroke
Cochrane Review: Antithrombotic therapy to prevent cognitive decline in people with small vessel disease on neuroimaging but without dementia
Cochrane Review: Calcium antagonists for acute ischemic stroke
Cochrane Review: Percutaneous transluminal angioplasty for treatment of chronic cerebrospinal venous insufficiency (CCSVI) in people with multiple sclerosis
Cochrane Review: Carotid artery stenting versus endarterectomy for treatment of carotid artery stenosis
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen