BPD-Prophylaxe: Systemische Kortikosteroide & Dosierung
Hintergrund
Die bronchopulmonale Dysplasie (BPD) ist eine schwere chronische Lungenkomplikation, die häufig bei sehr unreifen Frühgeborenen auftritt. Systemische postnatale Kortikosteroide werden eingesetzt, da sie das Risiko für die Entwicklung einer BPD nachweislich senken können.
Diesem pulmonalen Nutzen steht jedoch ein potenziell erhöhtes Risiko für langfristige neurologische Entwicklungsstörungen gegenüber. Bislang war unklar, inwiefern diese Wirkungen durch spezifische Therapieregime beeinflusst werden.
Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2023 untersucht, wie sich verschiedene Faktoren der Kortikosteroid-Gabe auf die klinischen Endpunkte auswirken. Analysiert wurden unter anderem die kumulative Dosis, der Zeitpunkt des Therapiebeginns sowie die Verabreichungsform (kontinuierlich versus Pulstherapie).
💡Praxis-Tipp
Laut dem Cochrane Review ist bei der systemischen Dexamethason-Gabe zur BPD-Prävention besondere Vorsicht bezüglich der kumulativen Dosis geboten. Es wird darauf hingewiesen, dass hohe Dosierungen (> 4 mg/kg) im Vergleich zu moderaten Dosierungen mit einem signifikant erhöhten Risiko für Zerebralparesen assoziiert sind. Zudem beschreiben die Autoren, dass eine Pulstherapie gegenüber einer kontinuierlichen Gabe mit einer höheren Rate an Todesfällen oder BPD einhergeht.
Häufig gestellte Fragen
In den vom Cochrane Review eingeschlossenen randomisierten kontrollierten Studien wurde ausschließlich Dexamethason untersucht. Andere systemische Steroide lieferten keine ausreichende Datenlage für einen direkten Vergleich der Therapieregime.
Laut den Studienergebnissen zeigt ein früher Therapiebeginn im Vergleich zu einem moderat frühen oder verzögerten Start keine signifikanten Unterschiede. Die primären Endpunkte wie Mortalität oder BPD-Rate wurden durch den Zeitpunkt nicht signifikant beeinflusst.
Der Review weist darauf hin, dass eine Pulstherapie mit einem erhöhten Risiko für den kombinierten Endpunkt aus Tod oder BPD einhergeht. Eine kontinuierliche Verabreichung zeigte in den untersuchten Studien vorteilhaftere Ergebnisse.
Ja, systemische Kortikosteroide sind grundsätzlich mit einem potenziell erhöhten Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen assoziiert. Die Daten zeigen insbesondere bei hohen kumulativen Dosen (> 4 mg/kg) ein signifikant gestiegenes Risiko für Zerebralparesen.
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Quelle: Cochrane Review: Systemic corticosteroid regimens for prevention of bronchopulmonary dysplasia in preterm infants (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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