rTMS bei PTBS: Wirksamkeit und Leitlinien-Empfehlung
Hintergrund
Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die durch belastende Symptome nach einem traumatischen Ereignis gekennzeichnet ist. Die weltweite Lebenszeitprävalenz bei Erwachsenen wird auf 3,9 % geschätzt.
Bestehende pharmakologische und psychotherapeutische Behandlungen der PTBS weisen häufig hohe Abbruchraten und eine unzureichende Symptomverbesserung auf. Daher werden neue Therapieoptionen benötigt.
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein nicht-invasives Verfahren, das elektrische Ströme im kortikalen Hirngewebe induziert. Ein aktueller Cochrane Review (2024) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Methode bei Erwachsenen mit PTBS.
💡Praxis-Tipp
Der aktuelle Cochrane Review verdeutlicht, dass die rTMS bei Erwachsenen mit PTBS unmittelbar nach der Behandlung wahrscheinlich keinen signifikanten klinischen Vorteil gegenüber einer Scheinstimulation bietet. Da die Langzeiteffekte und die optimalen Stimulationsparameter noch weitgehend ungeklärt sind, wird der routinemäßige klinische Einsatz durch die aktuelle Evidenzlage noch nicht eindeutig gestützt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review macht die rTMS unmittelbar nach der Behandlung wahrscheinlich keinen oder nur einen geringen Unterschied beim Schweregrad der PTBS im Vergleich zu einer Placebo-Stimulation. Die Evidenz hierfür ist von moderater Vertrauenswürdigkeit.
Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse treten unter der rTMS-Behandlung sehr selten auf (unter 1 %). Es ist jedoch aufgrund sehr niedriger Evidenzqualität ungewiss, ob die rTMS das Risiko für solche Ereignisse im Vergleich zur Scheinstimulation signifikant erhöht.
Die aktuelle Meta-Analyse zeigt, dass die rTMS im Vergleich zur Scheinstimulation unmittelbar nach der Behandlung wahrscheinlich keinen wesentlichen Unterschied hinsichtlich der Schwere von Depressions- oder Angstsymptomen macht.
Der Review stellt eine große Heterogenität der verwendeten Protokolle (z. B. Frequenz, Stimulationsort) fest. Derzeit gibt es keine ausreichende Evidenz, um ein spezifisches Stimulationsprotokoll als überlegen zu bewerten.
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Quelle: Cochrane Review: Repetitive transcranial magnetic stimulation for post-traumatic stress disorder in adults (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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