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Konversionsstörung: Psychosoziale Therapie & Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Konversions- und dissoziative Störungen sind Erkrankungen, bei denen Betroffene ungewöhnliche neurologische Symptome oder Veränderungen des Bewusstseins und der Identität erleben. Diese klinischen Zeichen lassen sich nicht durch eine neurologische oder andere medizinische Ursache erklären. Häufig liegt den Beschwerden ein psychologischer Stressor oder ein Trauma zugrunde.

Die Symptome sind real und können bei den Betroffenen zu erheblichem Leidensdruck sowie zu Einschränkungen im Alltag führen. Zu den typischen Ausprägungen gehören psychogene nicht-epileptische Anfälle (PNES), Lähmungen, Gefühlsstörungen oder dissoziative Amnesien.

Der vorliegende Cochrane-Review untersucht die Evidenz verschiedener psychosozialer Interventionen bei Erwachsenen mit diesen Störungsbildern. Zu den betrachteten Ansätzen zählen unter anderem kognitive Verhaltenstherapie (CBT), Hypnose, psychodynamische Therapien und Psychoedukation.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Da laut Cochrane-Review derzeit keine eindeutige Evidenz für die Überlegenheit einer spezifischen psychosozialen Therapieform bei Konversions- und dissoziativen Störungen vorliegt, stützt sich die Behandlung maßgeblich auf die klinische Expertise. Es wird hervorgehoben, dass Therapieentscheidungen individuell unter Einbezug nationaler Leitlinien, Expertenmeinungen und der Präferenzen der Betroffenen getroffen werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review gibt es derzeit keine qualitativ hochwertige Evidenz, die eine bestimmte psychosoziale Intervention (wie CBT oder Hypnose) gegenüber anderen als überlegen einstuft. Die Wahl der Therapie sollte sich an klinischer Erfahrung und individuellen Präferenzen orientieren.

Der Review fand in einer Einzelstudie Hinweise darauf, dass ambulante Hypnose im Vergleich zu einer Warteliste die Schwere der Beeinträchtigung verringern könnte. Die Evidenzqualität hierfür wird jedoch als niedrig bewertet.

Die analysierten Daten zeigen, dass CBT im Vergleich zur medizinischen Standardversorgung die Anfallsfrequenz oder körperliche Symptome nicht signifikant reduziert. Die zugrundeliegende Evidenz ist laut Review von sehr niedriger Qualität.

Eine spezialisierte, auf CBT basierende Physiotherapie zeigte in Einzelstudien potenziell leichte Verbesserungen des Funktionsniveaus. Auch hier betont der Review jedoch die Notwendigkeit weiterer qualitativ hochwertiger Studien zur Bestätigung.

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Quelle: Cochrane Review: Psychosocial interventions for conversion and dissociative disorders in adults (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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