Lenacapavir zur HIV-PrEP: Indikation und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Weltweit kommt es jährlich zu etwa 1,3 Millionen HIV-Neuinfektionen. Die Adhärenz bei der täglichen oralen Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist in vulnerablen Bevölkerungsgruppen oft unzureichend.

Lenacapavir ist ein langwirksamer Kapsid-Inhibitor, der nach einer oralen Aufsättigung alle sechs Monate subkutan injiziert wird. Dies soll die Therapietreue verbessern und eine Alternative zur täglichen Tabletteneinnahme bieten.

Der vorliegende Cochrane Review (2026) vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit von injizierbarem Lenacapavir mit der täglichen oralen PrEP. Die Daten basieren auf zwei großen randomisierten kontrollierten Studien mit über 8600 Teilnehmenden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Anwendung von Lenacapavir wird ein gehäuftes Auftreten von lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle sowie subkutanen Knötchen beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass medizinisches Personal in der korrekten Injektionstechnik geschult werden sollte, um die Akzeptanz zu fördern. Zudem wird eine Überwachung auf mögliche Kapsid-Resistenzmutationen (wie N74D) bei Durchbruchsinfektionen als wichtig erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review senkt Lenacapavir das Risiko für HIV-Neuinfektionen signifikant stärker als die tägliche orale PrEP. Es müssen 70 Personen mit Lenacapavir behandelt werden, um eine zusätzliche HIV-Infektion zu verhindern.

Nach einer initialen oralen Aufsättigung wird Lenacapavir alle sechs Monate (26 Wochen) subkutan injiziert. Es gibt dabei ein Zeitfenster von plus/minus zwei Wochen für die Erhaltungsdosis.

Die Meta-Analyse zeigt, dass lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, wie Schmerzen oder subkutane Knötchen, sehr häufig auftreten. Die Gesamtrate an schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen ist jedoch geringer als bei der oralen PrEP.

Der Review hält fest, dass bei einem Abstand von mehr als 28 Wochen seit der letzten Injektion das Dosierungsschema wieder wie bei der Initialisierung neu gestartet werden muss. Vor der Wiederaufnahme wird eine erneute HIV-Testung empfohlen.

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Quelle: Cochrane Review: Lenacapavir as pre-exposure prophylaxis for HIV prevention (Cochrane, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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