Lasertrabekuloplastik bei Glaukom: Cochrane Review
Hintergrund
Das Offenwinkelglaukom ist eine häufige Ursache für Erblindung, bei der ein erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv schädigt. Die Senkung des Augeninnendrucks ist das primäre Behandlungsziel, um einen fortschreitenden Gesichtsfeldausfall zu verhindern.
Traditionell erfolgt die Erstlinientherapie medikamentös durch Augentropfen, während chirurgische Eingriffe bei unzureichender Druckkontrolle zum Einsatz kommen. Die Lasertrabekuloplastik stellt ein nicht-invasives Verfahren dar, um die verstopften Abflusskanäle im Auge zu öffnen und den Druck zu senken.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2022 untersucht die Wirksamkeit der Lasertrabekuloplastik im Vergleich zu medikamentöser Therapie und chirurgischen Eingriffen. Dabei werden auch verschiedene Lasertechnologien wie die Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT) und die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) bewertet.
Empfehlungen
Der Review formuliert folgende Kernaussagen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Lasertrabekuloplastik:
Lasertrabekuloplastik vs. medikamentöse Therapie
Laut Review kann die Lasertrabekuloplastik das Fortschreiten des Gesichtsfeldausfalls möglicherweise besser verlangsamen als topische Medikamente (moderate Vertrauenswürdigkeit).
Bezüglich der Kontrolle des Augeninnendrucks zeigt die Laserbehandlung eine ähnliche Wirksamkeit wie moderne Augentropfen. Zudem wird berichtet, dass die Lasertherapie als Erstbehandlung in bestimmten Gesundheitssystemen kosteneffizienter sein kann als eine medikamentöse Therapie.
Lasertrabekuloplastik vs. chirurgische Eingriffe
Es wird festgestellt, dass die Lasertrabekuloplastik bei der Kontrolle des Augeninnendrucks nach 24 Monaten weniger effektiv ist als die Trabekulektomie (geringe Vertrauenswürdigkeit). Personen mit Laserbehandlung weisen ein höheres Risiko für einen unkontrollierten Augeninnendruck auf.
Allerdings wird bei chirurgischen Eingriffen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Katarakt im Vergleich zur Laserbehandlung beschrieben.
Vergleich der Therapieoptionen
| Therapieoption | Kontrolle des Augeninnendrucks | Risiko für Gesichtsfeldausfall | Typische Nebenwirkungen / Risiken |
|---|---|---|---|
| Lasertrabekuloplastik (SLT) | Ähnlich wie Augentropfen | Geringer als bei Augentropfen | Frühe Druckspitzen (ca. 5 %) |
| Lasertrabekuloplastik (ALT) | Ähnlich wie Augentropfen | Geringer als bei Augentropfen | Periphere anteriore Synächien |
| Medikamentöse Therapie | Ähnlich wie Lasertherapie | Höher als bei Lasertherapie | Keine spezifischen im Review genannt |
| Trabekulektomie (OP) | Besser als Lasertherapie | Keine ausreichenden Daten | Erhöhtes Risiko für Katarakt |
Unerwünschte Wirkungen der Lasertherapie
Die Datenlage beschreibt folgende spezifische Nebenwirkungen der Laserverfahren:
-
Periphere anteriore Synächien treten vor allem bei der älteren Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT) auf.
-
Bei der selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) werden bei etwa 5 % der Behandelten frühe Spitzen des Augeninnendrucks beobachtet.
-
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind insbesondere bei neueren Verfahren wie der SLT nicht zu erwarten.
💡Praxis-Tipp
Der Review hebt hervor, dass die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) eine sinnvolle initiale Therapieoption bei frühem Glaukom darstellt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Compliance bei der täglichen Anwendung von Augentropfen fraglich ist oder Kostengründe eine Rolle spielen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass bei etwa 5 % der Behandelten frühe Druckspitzen nach der SLT auftreten können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review verlangsamt die Laserbehandlung den Gesichtsfeldausfall möglicherweise besser als Augentropfen. Bei der reinen Senkung des Augeninnendrucks zeigen beide Methoden eine vergleichbare Wirksamkeit.
Der Review berichtet, dass die SLT im Allgemeinen nicht mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden ist. Bei etwa 5 % der Behandelten können jedoch kurzzeitige Spitzen des Augeninnendrucks nach dem Eingriff auftreten.
Die Trabekulektomie senkt den Augeninnendruck laut den Studiendaten effektiver als die Lasertrabekuloplastik. Allerdings geht der chirurgische Eingriff mit einem höheren Risiko für Komplikationen wie der Entwicklung einer Katarakt einher.
Die Daten zeigen, dass neuere Verfahren wie die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) ein geringeres Risiko für Verwachsungen (Synächien) aufweisen als die ältere Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT). Die SLT gilt daher als sicherer in Bezug auf diese spezifische Nebenwirkung.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Cochrane Review: Laser trabeculoplasty for open-angle glaucoma and ocular hypertension (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.