StatPearls2026

Glaukom (Grüner Star): StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine komplexe Augenerkrankung, die durch einen erhöhten Augeninnendruck (IOP) und eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs gekennzeichnet ist. Es stellt laut StatPearls-Zusammenfassung die zweithäufigste Ursache für dauerhafte Erblindung in den USA dar.

Die Erkrankung wird primär in Offenwinkel- und Winkelblockglaukome sowie in primäre und sekundäre Formen unterteilt. Das primäre Offenwinkelglaukom (POAG) ist dabei die häufigste Variante und verläuft oft lange Zeit asymptomatisch.

Ein erhöhter Augeninnendruck gilt als wichtigster Risikofaktor, jedoch kann ein Glaukom auch bei normalen Druckwerten auftreten (Normaldruckglaukom). Die Therapie zielt stets darauf ab, den Augeninnendruck zu senken, um einen weiteren Sehverlust zu verhindern.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie des Glaukoms:

Diagnostik und Screening

Als Goldstandard zur Messung des Augeninnendrucks wird die Goldmann-Applanationstonometrie genannt. Bei Patienten mit Risikofaktoren wird eine regelmäßige umfassende Augenuntersuchung empfohlen.

Zur vollständigen Evaluation werden folgende Untersuchungen herangezogen:

  • Tonometrie zur Bestimmung des Augeninnendrucks

  • Gonioskopie zur Beurteilung des Kammerwinkels

  • Optische Kohärenztomografie (OCT) zur Überwachung morphologischer Veränderungen

  • Perimetrie (Gesichtsfeldprüfung) zur Erkennung funktioneller Ausfälle

  • Pachymetrie zur Messung der Hornhautdicke

Klassifikation der Glaukomformen

GlaukomtypCharakteristikaBesonderheiten
Primäres Offenwinkelglaukom (POAG)Langsamer, schmerzloser Verlauf, erhöhter AugeninnendruckHäufigste Form, oft lange asymptomatisch
NormaldruckglaukomTypische Sehnervschäden bei normalem Augeninnendruck (< 21 mmHg)Assoziiert mit vaskulären Erkrankungen (z. B. Migräne, Raynaud-Syndrom)
Akutes WinkelblockglaukomPlötzliche Blockade des Kammerwinkels, massiver DruckanstiegMedizinischer Notfall mit starken Schmerzen und Visusverlust
SekundärglaukomFolge anderer Augenerkrankungen, Traumata oder MedikamenteBeispiele: Pseudoexfoliationsglaukom, steroidinduziertes Glaukom

Therapie des Offenwinkelglaukoms

Die initiale Behandlung des primären Offenwinkelglaukoms erfolgt in der Regel medikamentös. Ziel ist die Senkung des Augeninnendrucks, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.

Bei unzureichender medikamentöser Kontrolle werden folgende Eskalationsstufen beschrieben:

  • Lasertrabekuloplastik (z. B. Argon- oder Selektive Lasertrabekuloplastik)

  • Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) bei leichten bis mittelschweren Verläufen

  • Filtrierende Eingriffe wie Trabekulektomie oder der Einsatz von Drainage-Implantaten bei fortgeschrittener Erkrankung

Management des akuten Winkelblockglaukoms

Das akute Winkelblockglaukom wird als medizinischer Notfall eingestuft. Es wird eine sofortige medikamentöse Drucksenkung empfohlen.

Im Anschluss ist in der Regel eine Laser-Iridotomie erforderlich, um den Pupillarblock zu lösen. Aufgrund des hohen Risikos für einen beidseitigen Befall wird häufig eine prophylaktische Iridotomie des Partnerauges in Betracht gezogen.

Kontraindikationen

Warnhinweise zu Medikamenten

  • Mydriatika: Bei Personen mit flacher Vorderkammer oder engem Kammerwinkel wird vor der Gabe pupillenerweiternder Tropfen gewarnt, da diese einen akuten Glaukomanfall auslösen können.

  • Betablocker: Beim Normaldruckglaukom wird der Einsatz von Betablockern kontrovers diskutiert, da Bedenken hinsichtlich einer reduzierten Durchblutung des Sehnervenkopfes bestehen.

  • Kortikosteroide: Eine systemische oder lokale Kortisontherapie kann bei empfänglichen Personen ein steroidinduziertes Glaukom auslösen.

  • Topiramat: Es wird darauf hingewiesen, dass Medikamente wie Topiramat durch eine Verlagerung des Iris-Linsen-Diaphragmas ein akutes Winkelblockglaukom verursachen können.

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💡Praxis-Tipp

Ein unauffälliger Augeninnendruck schließt ein Glaukom nicht sicher aus, da Personen mit einem Normaldruckglaukom trotz Werten unter 21 mmHg typische Sehnervschäden entwickeln können. Bei einem akuten Winkelblockglaukom wird nach der Akutversorgung des betroffenen Auges eine zeitnahe gonioskopische Beurteilung des Partnerauges empfohlen, da hier ein hohes Risiko für einen weiteren Anfall besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kommen primär Prostaglandin-Analoga, Betablocker, Carboanhydrasehemmer, Alpha-2-Agonisten und Miotika zum Einsatz. Neuere Optionen umfassen Rho-Kinase-Inhibitoren und Stickstoffmonoxid-donierende Medikamente.

Die Goldmann-Applanationstonometrie wird als Goldstandard für die Druckmessung bei Personen mit Risikofaktoren oder manifestem Glaukom beschrieben. Bei bettlägerigen oder unkooperativen Personen können alternative Tonometer erwogen werden.

Die Leitlinie beschreibt das akute Winkelblockglaukom als Notfall, der eine sofortige medikamentöse Drucksenkung erfordert. Im Anschluss wird standardmäßig eine Laser-Iridotomie durchgeführt, um den Kammerwinkel wieder zu öffnen.

Ein Cup-to-Disc-Ratio (CDR) von über 0,5 wird in der Literatur häufig mit einem Glaukom in Verbindung gebracht. Erste Ausfälle zeigen sich dabei typischerweise an den inferotemporalen und superotemporalen Polen der Papille.

Die MIGS wird als aufstrebende Option für Personen mit leichtem bis mittelschwerem Glaukom genannt. Sie bietet im Vergleich zur klassischen Trabekulektomie ein günstigeres Sicherheitsprofil und eine schnellere Erholungszeit.

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Quelle: StatPearls: Glaucoma (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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