Sichelzellenretinopathie: Indikation zur Lasertherapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sichelzellkrankheit (Sickle cell disease, SCD) umfasst eine Gruppe vererbter Hämoglobinopathien, die zu mikrovaskulären Verschlüssen in verschiedenen Organen führen können. Eine gefürchtete okuläre Manifestation ist die proliferative Sichelzellenretinopathie (PSR), welche durch die Neubildung von Blutgefäßen gekennzeichnet ist.

Um visusbedrohende Komplikationen zu verhindern, wird in der Praxis häufig die Laserphotokoagulation eingesetzt. Der vorliegende Cochrane-Review aus dem Jahr 2022 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Lasertechniken bei dieser Indikation im Vergleich zu keiner Behandlung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass die Evidenzbasis für die Lasertherapie bei proliferativer Sichelzellenretinopathie stark limitiert ist und teilweise auf über 30 Jahre alten Studien beruht. Bei der Aufklärung über die Therapie sollte kommuniziert werden, dass ein klarer Nutzen bezüglich der Regression der Gefäßneubildungen wissenschaftlich nicht zweifelsfrei belegt ist. Zudem wird vor einem erhöhten Risiko für choroidale Neovaskularisationen bei der Verwendung von Xenon-Lichtbögen gewarnt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review ist die Wirksamkeit unsicher, da die vorliegende Evidenz von sehr geringer Qualität ist. Es konnte kein eindeutiger Effekt auf die Regression der proliferativen Veränderungen nachgewiesen werden.

Die analysierten Studien deuten darauf hin, dass die Lasertherapie das Auftreten von Glaskörperblutungen reduzieren kann. Die Autoren stufen die Evidenz für diesen Endpunkt jedoch als niedrig ein.

Als mögliche unerwünschte Ereignisse nennt der Review Netzhautrisse und Netzhautablösungen, wobei letztere auch in den Kontrollgruppen auftraten. Bei der Nutzung von Xenon-Lichtbögen wurde ein erhöhtes Risiko für choroidale Neovaskularisationen beobachtet.

Der Review erwähnt intravitreale Injektionen von Anti-VEGF-Präparaten als mögliche andere Intervention. Es wird betont, dass zukünftige Studien die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Alternativen im Vergleich zum Laser untersuchen sollten.

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Quelle: Cochrane Review: Laser therapy for retinopathy in sickle cell disease (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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