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Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Glaukom ist eine chronisch progrediente Optikusneuropathie, die zu irreversibelem Sehverlust führt. Der wichtigste modifizierbare Risikofaktor ist der Augeninnendruck (Tensio), dessen Senkung das primäre Therapieziel darstellt.

Die konventionelle Behandlung umfasst topische Antiglaukomatosa, Laserverfahren und traditionelle filtrierende Operationen wie die Trabekulektomie. Letztere sind oft mit längeren Erholungszeiten und höheren Komplikationsraten verbunden.

Die minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) bietet eine Alternative für milde bis moderate Krankheitsverläufe. Sie zeichnet sich durch ein hohes Sicherheitsprofil, einen Ab-interno-Zugang und eine schnelle postoperative Erholung aus.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur minimalinvasiven Glaukomchirurgie:

Indikationen

MIGS wird primär für Personen mit mildem bis moderatem Glaukom beschrieben. Zu den geeigneten Entitäten zählen das primäre Offenwinkelglaukom (POAG), das Pigmentglaukom und das Pseudoexfoliationsglaukom (PXFG).

Ein Einsatz wird erwogen, wenn der Augeninnendruck trotz maximaler medikamentöser Therapie und Lasertrabekuloplastik nicht ausreichend gesenkt wird. Weitere Indikationen umfassen eine mangelnde Therapieadhärenz oder Unverträglichkeiten gegenüber topischen Medikamenten.

Klassifikation und Wirkmechanismen

Die verschiedenen MIGS-Verfahren werden nach ihrem primären Wirkmechanismus und der anatomischen Zielstruktur unterteilt. Die Leitlinie beschreibt folgende Hauptkategorien:

WirkmechanismusAnatomische ZielstrukturBeispiele für Verfahren und Implantate
Erhöhung des KammerwasserabflussesTrabekelwerk und Schlemm-KanaliStent, Hydrus, KDB, Trabectome, GATT, ABiC
Erhöhung des uveoskleralen AbflussesSuprachoroidalraumiStent supra
Kammerwasser-ShuntSubkonjunktivalraumXen-Implantat, InnFocus MicroShunt
Reduktion der KammerwasserproduktionZiliarkörperEndozyklophotokoagulation (ECP)

Operative Zugänge und Techniken

Die meisten MIGS-Verfahren werden über einen Ab-interno-Zugang durch eine klare Hornhautinzision unter gonioskopischer Sicht durchgeführt. Dies ermöglicht eine direkte Visualisierung der anatomischen Zielstrukturen bei minimaler Gewebetraumatisierung.

Verfahren, die das Trabekelwerk umgehen (wie iStent oder Hydrus), leiten das Kammerwasser direkt in den Schlemm-Kanal. Gewebeabtragende Techniken wie die Kahook Dual Blade (KDB) oder das Trabectome entfernen Teile des Trabekelwerks, um den Abflusswiderstand zu senken.

Komplikationsmanagement

Obwohl MIGS als sicher gilt, wird auf mögliche postoperative Komplikationen hingewiesen. Dazu gehören Hyphäma, Hypotonie, Stent-Dislokationen oder -Obstruktionen sowie vorübergehende Augendruckspitzen.

Es wird empfohlen, regelmäßige postoperative Kontrollen durchzuführen, um Komplikationen wie periphere vordere Synechien oder postoperative Entzündungen frühzeitig zu erkennen.

Kontraindikationen

Laut Quelle ist die minimalinvasive Glaukomchirurgie in folgenden Situationen kontraindiziert:

  • Aktives Neovaskularisationsglaukom (NVG)

  • Primäres oder sekundäres Winkelblockglaukom (PACG/SACG)

  • Hornhauttrübungen, die die gonioskopische Sicht behindern

  • Dysgenesien des Kammerwinkels

  • Erhöhter episkleraler Venendruck (z. B. bei Sturge-Weber-Syndrom, endokriner Orbitopathie oder retrobulbären Tumoren)

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💡Praxis-Tipp

Laut StatPearls eignet sich die minimalinvasive Glaukomchirurgie besonders für eine Kombination mit einer Phakoemulsifikation, um die Operationszeit zu optimieren und die Medikamentenlast zu reduzieren. Es wird jedoch betont, dass vor der Indikationsstellung ein Winkelblockglaukom oder ein erhöhter episkleraler Venendruck zwingend ausgeschlossen werden müssen, da MIGS in diesen Fällen streng kontraindiziert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird MIGS primär für milde bis moderate Stadien des primären Offenwinkelglaukoms, Pigmentglaukoms und Pseudoexfoliationsglaukoms beschrieben. Es dient als Alternative, wenn topische Medikamente nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.

Die StatPearls-Zusammenfassung gibt an, dass eine erfolgreiche MIGS den Augeninnendruck um mindestens 20 Prozent senken sollte. Bei einigen Verfahren, wie dem Trabectome oder multiplen Stents, werden Reduktionen von bis zu 40 Prozent beschrieben.

Ja, die Leitlinie hebt hervor, dass MIGS-Implantate häufig während einer Phakoemulsifikation eingesetzt werden. Dies reduziert die Abhängigkeit von topischen Medikamenten und nutzt denselben operativen Zugang.

Es werden unter anderem Hyphäma, Hypotonie, Stent-Dislokation oder -Obstruktion sowie vorübergehende Augendruckspitzen als mögliche Komplikationen aufgeführt. Auch postoperative Entzündungen oder periphere vordere Synechien können laut Quelle auftreten.

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Quelle: StatPearls: Minimally Invasive Glaucoma Surgery (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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