Morbus Crohn: Therapie-Evidenz bei Bauchschmerzen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Morbus Crohn und andere chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) gehen häufig mit stark beeinträchtigenden Bauchschmerzen einher. Diese können durch einen Krankheitsschub, Medikamentennebenwirkungen, chirurgische Komplikationen oder Strikturen verursacht werden.

Auch in der Abwesenheit dieser Faktoren leiden laut dem Cochrane Review noch 20 bis 50 % der Betroffenen in der Remissionsphase an Schmerzen. Die Behandlung dieser Beschwerden stellt eine große klinische und finanzielle Herausforderung dar.

Der vorliegende Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener medikamentöser und nicht-medikamentöser Interventionen zur Schmerzbehandlung bei Morbus Crohn und CED.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Behandlung von Bauchschmerzen bei Morbus Crohn und CED in der Remissionsphase sollte beachtet werden, dass die aktuelle Studienlage für die meisten spezifischen Schmerzinterventionen unzureichend ist. Es wird deutlich, dass etablierte Ansätze wie spezielle Diäten oder Entspannungsverfahren in klinischen Studien bisher keine belastbare Evidenz für eine signifikante Schmerzreduktion liefern konnten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es lediglich für die transkranielle Gleichstromstimulation Hinweise auf eine mögliche Verbesserung der Schmerzintensität. Für alle anderen untersuchten Ansätze reicht die Evidenz derzeit nicht für eine Beurteilung aus.

Die Auswertung der vorliegenden Studien zeigt, dass der Effekt einer Low-FODMAP-Diät auf die Schmerzintensität sehr unsicher ist. Es können daraus aktuell keine klaren Empfehlungen zur Schmerztherapie abgeleitet werden.

Auch wenn keine akuten Entzündungszeichen, Strikturen oder chirurgischen Komplikationen vorliegen, leiden etwa 20 bis 50 % der Betroffenen in der Remissionsphase weiterhin an Bauchschmerzen.

Bei medikamentösen Ansätzen wie Glyceroltrinitrat und hochdosiertem Olorinab wurden in den Studien vermehrt unerwünschte Ereignisse festgestellt. Nicht-medikamentöse Verfahren zeigten hingegen kaum oder keine Nebenwirkungen, wobei die absolute Ereignisrate in den Studien sehr gering war.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for the management of abdominal pain in Crohn's disease and inflammatory bowel disease (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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