CED: Ernährung zur Remissionsinduktion und -erhalt

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), zu denen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören, sind durch eine chronische Schleimhautentzündung gekennzeichnet. Typische Symptome umfassen Bauchschmerzen, Durchfall und rektale Blutungen.

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass die Ernährung bei der Pathogenese von CED eine Rolle spielen könnte. Ein erhöhter Konsum von raffiniertem Zucker und tierischen Proteinen wird mit einem höheren Risiko assoziiert, während Ballaststoffe schützend wirken könnten.

Viele Betroffene vermuten, dass bestimmte Lebensmittel ihre Symptome auslösen oder verschlimmern. Daher werden häufig verschiedene Diäten zur Einleitung und Erhaltung einer Remission angewendet, deren Wirksamkeit in klinischen Studien jedoch oft unklar bleibt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Da die Evidenz für spezifische Diäten bei CED stark limitiert ist, lässt sich derzeit keine allgemeingültige Ernährungsempfehlung zur Remissionserhaltung ableiten. Es wird darauf hingewiesen, dass stark restriktive Diäten ohne nachgewiesenen Nutzen ein Risiko für Mangelernährung bergen können. Eine individuelle, symptomorientierte Ernährungsberatung bleibt daher essenziell.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review kommt zu dem Schluss, dass die Evidenz für spezifische Diäten bei einem akuten Schub unzureichend ist. Weder ballaststoffreiche noch mikropartikelarme Diäten zeigten einen gesicherten Nutzen.

Eine Reduktion von rotem und verarbeitetem Fleisch zeigte in den untersuchten Studien keinen signifikanten Effekt auf die Rückfallrate bei inaktivem Morbus Crohn. Die Meta-Analyse stuft die Evidenz hierfür als niedrig ein.

Die Auswirkungen einer milchfreien Diät auf die Rückfallrate bei Colitis ulcerosa sind laut Review unsicher. Es konnte kein eindeutiger Vorteil gegenüber einer normalen Ernährung nachgewiesen werden.

Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass ein erhöhter Konsum von raffiniertem Zucker mit einem höheren Risiko für die Entstehung einer CED assoziiert ist. Ob ein Zuckerverzicht den Krankheitsverlauf bei bestehender CED positiv beeinflusst, ist jedoch nicht ausreichend belegt.

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Quelle: Cochrane Review: Dietary interventions for induction and maintenance of remission in inflammatory bowel disease (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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