Abdominalschmerzen bei Colitis ulcerosa: Therapie
Hintergrund
Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die in Schüben verläuft und den Dickdarm betrifft. Auch in Remissionsphasen leiden bis zu einem Drittel der Betroffenen weiterhin an Abdominalschmerzen.
Diese Schmerzen können vielfältige Ursachen haben. Sie treten als Symptom eines erneuten Schubs, als Nebenwirkung von Medikamenten oder als Folge von chirurgischen Komplikationen und Strikturen auf.
Der vorliegende Cochrane Review (2021) bewertet die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Interventionen zur Behandlung dieser Schmerzen. Die eingeschlossenen Studien untersuchten überwiegend Personen mit inaktiver Erkrankung.
💡Praxis-Tipp
Da bis zu einem Drittel der Personen mit Colitis ulcerosa auch in der Remission an Abdominalschmerzen leiden, wird eine sorgfältige Ursachenabklärung empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass für diätetische oder komplementäre Interventionen wie Low-FODMAP oder Yoga aktuell keine belastbare Evidenz zur Schmerzlinderung vorliegt.
Häufig gestellte Fragen
Der Cochrane Review zeigt, dass die Evidenz für Diäten wie Low-FODMAP oder Kefir sehr gering ist. Es lassen sich aktuell keine verlässlichen Aussagen über deren Wirksamkeit treffen.
Die Studienlage zu Yoga und Entspannungstraining ist unzureichend und weist eine sehr geringe Evidenz auf. Ein klarer schmerzlindernder Effekt konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
Abdominalschmerzen in der Remission können verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen unerkannte Entzündungsaktivität, Nebenwirkungen von Medikamenten, Verwachsungen oder Strikturen.
Laut der aktuellen Datenlage gibt es keine Intervention mit nachgewiesener, hoher Evidenz zur spezifischen Behandlung dieser Schmerzen. Weitere qualitativ hochwertige Forschung ist erforderlich.
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Quelle: Cochrane Review: Interventions for the management of abdominal pain in ulcerative colitis (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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