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Internetbasierte KVT bei PTBS: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Traumafokussierte psychologische Therapien gelten als Standardbehandlung bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Der Zugang zu diesen Behandlungen ist jedoch oft durch fehlende Therapieplätze, Kosten oder zeitliche Hürden eingeschränkt.

Die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (I-KVT) stellt eine potenzielle Alternative dar, um diese Versorgungsengpässe zu überbrücken. Bei Angststörungen und Depressionen hat sich diese Form der telemedizinischen Behandlung bereits als wirksam erwiesen.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines Cochrane Reviews. Die Meta-Analyse untersucht die Effekte der I-KVT bei Erwachsenen mit PTBS im Vergleich zu anderen Therapieformen oder Wartelisten.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Ergebnisse aus 13 Studien mit insgesamt 808 Teilnehmern zusammen. Die Evidenzqualität wird durchgehend als sehr niedrig eingestuft.

Vergleich der Therapieansätze

Die Meta-Analyse vergleicht die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (I-KVT) mit verschiedenen Kontrollgruppen. Die zentralen Ergebnisse stellen sich wie folgt dar:

VergleichsgruppeEffekt auf PTBS-SymptomeEffekt auf Drop-out-RatenEvidenzgrad
WartelisteKlinisch relevante Reduktion durch I-KVTKein signifikanter UnterschiedSehr niedrig
Face-to-Face (Non-KVT)Face-to-Face möglicherweise überlegenKein signifikanter UnterschiedSehr niedrig
Internetbasiert (Non-KVT)Kein signifikanter UnterschiedKein signifikanter UnterschiedSehr niedrig

Klinische Endpunkte im Vergleich zur Warteliste

Laut Review zeigt die I-KVT im Vergleich zu einer Warteliste folgende spezifische Effekte:

  • Eine klinisch bedeutsame Reduktion der PTBS-Symptomatik nach der Behandlung (sehr niedrige Evidenz).

  • Eine relevante Linderung von begleitenden Depressions- und Angstsymptomen (sehr niedrige Evidenz).

  • Keine Überlegenheit bei der Reduktion des Risikos für eine PTBS-Diagnose nach Therapieende.

Sicherheit und Gesundheitsökonomie

Der Review weist darauf hin, dass derzeit keine ausreichenden Daten zur Kosteneffektivität der I-KVT bei PTBS vorliegen. Auch die Datenlage zu unerwünschten Ereignissen wird als unsicher beschrieben.

Es wird betont, dass weitere Studien erforderlich sind, um die Nicht-Unterlegenheit gegenüber etablierten Erstlinientherapien zu belegen. Zudem müssen optimale Betreuungsintensitäten und Prädiktoren für den Therapieerfolg weiter erforscht werden.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl internetbasierte kognitive Verhaltenstherapien bei PTBS eine vielversprechende und niedrigschwellige Behandlungsoption darstellen, weist der Review auf die aktuell sehr niedrige Evidenzqualität hin. Es wird hervorgehoben, dass die Nicht-Unterlegenheit gegenüber der klassischen Face-to-Face-Therapie bisher nicht ausreichend belegt ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review kann die internetbasierte KVT zu einer klinisch relevanten Reduktion der PTBS-Symptome führen. Die zugrundeliegende Evidenz wird jedoch aufgrund der geringen Studienanzahl als sehr niedrig eingestuft.

Derzeit gibt es keine ausreichenden Belege für eine Gleichwertigkeit. Eine kleine Studie im Review deutet sogar darauf hin, dass Face-to-Face-Behandlungen der internetbasierten Therapie überlegen sein könnten.

Der Review zeigt, dass die internetbasierte KVT im Vergleich zu einer Warteliste auch depressive Symptome und Ängste reduzieren kann. Auch hier ist die Evidenzqualität jedoch sehr gering.

Die analysierten Studien zeigen keinen signifikanten Unterschied bei den Drop-out-Raten. Die Abbruchquoten der I-KVT unterscheiden sich laut Review weder von Wartelisten noch von anderen untersuchten Therapieformen.

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Quelle: Cochrane Review: Internet-based cognitive and behavioural therapies for post-traumatic stress disorder (PTSD) in adults (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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