Internetbasierte KVT bei PTBS: Wirksamkeit und Evidenz
Hintergrund
Traumafokussierte psychologische Therapien gelten als Standardbehandlung bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Der Zugang zu diesen Behandlungen ist jedoch oft durch fehlende Therapieplätze, Kosten oder zeitliche Hürden eingeschränkt.
Die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (I-KVT) stellt eine potenzielle Alternative dar, um diese Versorgungsengpässe zu überbrücken. Bei Angststörungen und Depressionen hat sich diese Form der telemedizinischen Behandlung bereits als wirksam erwiesen.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines Cochrane Reviews. Die Meta-Analyse untersucht die Effekte der I-KVT bei Erwachsenen mit PTBS im Vergleich zu anderen Therapieformen oder Wartelisten.
💡Praxis-Tipp
Obwohl internetbasierte kognitive Verhaltenstherapien bei PTBS eine vielversprechende und niedrigschwellige Behandlungsoption darstellen, weist der Review auf die aktuell sehr niedrige Evidenzqualität hin. Es wird hervorgehoben, dass die Nicht-Unterlegenheit gegenüber der klassischen Face-to-Face-Therapie bisher nicht ausreichend belegt ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review kann die internetbasierte KVT zu einer klinisch relevanten Reduktion der PTBS-Symptome führen. Die zugrundeliegende Evidenz wird jedoch aufgrund der geringen Studienanzahl als sehr niedrig eingestuft.
Derzeit gibt es keine ausreichenden Belege für eine Gleichwertigkeit. Eine kleine Studie im Review deutet sogar darauf hin, dass Face-to-Face-Behandlungen der internetbasierten Therapie überlegen sein könnten.
Der Review zeigt, dass die internetbasierte KVT im Vergleich zu einer Warteliste auch depressive Symptome und Ängste reduzieren kann. Auch hier ist die Evidenzqualität jedoch sehr gering.
Die analysierten Studien zeigen keinen signifikanten Unterschied bei den Drop-out-Raten. Die Abbruchquoten der I-KVT unterscheiden sich laut Review weder von Wartelisten noch von anderen untersuchten Therapieformen.
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Quelle: Cochrane Review: Internet-based cognitive and behavioural therapies for post-traumatic stress disorder (PTSD) in adults (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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