Rekonvaleszentenplasma bei COVID-19: Therapie & Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Rekonvaleszentenplasma und Hyperimmunglobulinen zur Behandlung von COVID-19. Zu Beginn der Pandemie wurden diese Therapien als potenzielle Behandlungsoptionen für schwer erkrankte Personen evaluiert.

Rekonvaleszentenplasma enthält pathogenspezifische neutralisierende Antikörper von genesenen Personen. Es wird angenommen, dass diese Antikörper die Viruslast reduzieren und die klinische Erholung fördern können.

Der Review unterscheidet zwischen zwei aus Spenderblut gewonnenen Präparaten, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen:

EigenschaftRekonvaleszentenplasmaHyperimmunglobuline
AntikörperkonzentrationVariabelHoch und standardisiert
DosierungsgenauigkeitGeringerHöher
GerinnungsfaktorenEnthalten (potenzielles Risiko)Nicht enthalten

Der Review schloss acht unkontrollierte Studien mit insgesamt 32 Teilnehmern ein. Aufgrund des Studiendesigns und der geringen Teilnehmerzahl wird die Qualität der Evidenz als sehr niedrig eingestuft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review warnt davor, voreilige klinische Schlüsse aus den frühen, unkontrollierten Fallserien zu ziehen. Es wird betont, dass beobachtete klinische Besserungen ebenso auf den natürlichen Krankheitsverlauf oder begleitende Therapien (wie Virostatika oder Kortikosteroide) zurückzuführen sein könnten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist die Wirksamkeit aufgrund einer sehr schwachen Datenlage unklar. Es gibt keine verlässliche Evidenz dafür, dass die Therapie die Mortalität oder die Dauer der Beatmung signifikant reduziert.

Der Review dokumentiert Einzelfälle von schwerem anaphylaktischem Schock und Fieber. Zudem wird auf allgemeine Transfusionsrisiken wie TRALI (Lungeninsuffizienz) und TACO (Kreislaufüberladung) hingewiesen.

Hyperimmunglobuline sind stärker konzentriert und enthalten eine definierte Menge an Antikörpern. Zudem enthalten sie laut Review keine potenziell schädlichen Gerinnungsfaktoren, die in normalem Plasma vorkommen.

Die Autoren diskutieren das theoretische Risiko einer antikörperabhängigen Verstärkung der Infektion (ADE). Hierbei könnten bestimmte Antikörper dem Virus den Eintritt in Immunzellen erleichtern.

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Quelle: Cochrane Review: Convalescent plasma or hyperimmune immunoglobulin for people with COVID-19: a rapid review (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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