Hormonersatztherapie (HRT): Risiko Endometriumkarzinom
Hintergrund
Ein reduzierter Östrogenspiegel in der Menopause kann zu Symptomen führen, die Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigen. Eine Östrogentherapie stellt die wirksamste Behandlung dar, kann jedoch mit unerwünschten gesundheitlichen Folgen, einschließlich pathologischer Endometriumveränderungen, einhergehen.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Cochrane Reviews (2025). Der Review untersucht die Auswirkungen verschiedener Hormontherapie-Regime auf den Schutz postmenopausaler Frauen vor Endometriumhyperplasien und Endometriumkarzinomen.
Es wurden Studien analysiert, die eine reine Östrogen-Monotherapie, eine kontinuierliche kombinierte Therapie (Östrogen plus Gestagen) sowie eine sequenzielle kombinierte Therapie über mindestens ein Jahr untersuchten. Diese wurden sowohl untereinander als auch mit Placebo verglichen.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review verdeutlicht das massiv erhöhte Risiko für Endometriumhyperplasien unter einer reinen Östrogen-Monotherapie im Vergleich zu kombinierten Regimen. Es wird hervorgehoben, dass kontinuierliche Kombinationstherapien das Endometrium am besten schützen, während bei sequenziellen Regimen ein möglicherweise leicht erhöhtes Risiko im Vergleich zu Placebo besteht.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review erhöht eine reine Östrogen-Monotherapie das Risiko für Endometriumhyperplasien im Vergleich zu Placebo signifikant. Dies gilt sowohl nach einem Jahr als auch bei längerer Anwendung (moderate Evidenz).
Die kontinuierliche Gabe von Östrogen und Gestagen zeigt nach einem Jahr im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich kaum oder keinen Effekt auf das Hyperplasie-Risiko. Für einen Zeitraum von über einem Jahr ist die Evidenzlage laut Review jedoch sehr unsicher.
Der Review stellt fest, dass eine sequenzielle Kombinationstherapie das Hyperplasie-Risiko nach einem Jahr im Vergleich zu Placebo möglicherweise erhöht. Für einen direkten Vergleich zwischen kontinuierlichen und sequenziellen Regimen gab es jedoch zu wenige Ereignisse für eine sichere statistische Aussage.
Bezüglich des Endometriumkarzinoms konnten keine verlässlichen Schlussfolgerungen gezogen werden. Die eingeschlossenen Studien wiesen zu wenige Ereignisse auf und waren nicht ausreichend gepowert.
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Quelle: Cochrane Review: Hormone therapy in postmenopausal women and risk of endometrial hyperplasia or endometrial cancer (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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