Hormonersatztherapie bei Ovarialkarzinom: Sicherheit
Hintergrund
Frauen, die sich einer chirurgischen Behandlung wegen eines epithelialen Ovarialkarzinoms (EOC) unterziehen, entwickeln häufig menopausale Beschwerden. Dies resultiert aus dem unmittelbaren Verlust der Ovarialfunktion durch die Operation und eine begleitende Chemotherapie.
Zu den typischen Symptomen gehören vasomotorische Beschwerden, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, sexuelle Dysfunktion sowie eine beschleunigte Osteoporose.
Obwohl die Hormonersatztherapie (HRT) die wirksamste Behandlung zur Linderung dieser Symptome darstellt, wird ihre Sicherheit bei Patientinnen mit EOC in der klinischen Praxis häufig infrage gestellt. Dieser Cochrane Review untersucht die Evidenzlage zu Sicherheit und Wirksamkeit der HRT in dieser Patientengruppe.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review weist darauf hin, dass Ärzte bei der Verschreibung einer Hormonersatztherapie nach einem Ovarialkarzinom oft zurückhaltend sind. Die aktuelle Evidenz zeigt jedoch, dass eine HRT das Gesamtüberleben möglicherweise leicht verbessert und reicht nicht aus, um eine generelle Schädlichkeit in dieser Patientengruppe zu belegen.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review ist die Evidenz zu begrenzt, um eine Hormonersatztherapie (HRT) nach einem epithelialen Ovarialkarzinom generell als schädlich einzustufen. Die Daten deuten sogar darauf hin, dass eine HRT das Gesamtüberleben möglicherweise leicht verbessern kann.
Der Review zeigt, dass eine HRT wahrscheinlich wenig bis keinen Einfluss auf das progressionsfreie Überleben hat. Das Gesamtüberleben könnte sich laut der Meta-Analyse unter einer HRT sogar leicht verbessern, wobei die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz niedrig ist.
Die Auswirkungen der HRT auf die Inzidenz von Brustkrebs, Myokardinfarkten oder Schlaganfällen in dieser spezifischen Patientengruppe sind laut Review ungewiss. Die verfügbare Evidenz zu diesen Endpunkten wurde als sehr niedrig eingestuft.
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Quelle: Cochrane Review: Hormone replacement therapy after surgery for epithelial ovarian cancer (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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