CochraneIa2023Gynäkologie

Primäre Dysmenorrhoe: Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die primäre Dysmenorrhoe ist durch schmerzhafte Menstruationsbeschwerden ohne zugrunde liegende Beckenpathologie gekennzeichnet. Als Hauptursache gilt eine Überproduktion von uterinen Prostaglandinen, die zu schmerzhaften Kontraktionen führen.

Kombinierte orale Kontrazeptiva (OCP) werden häufig zur Behandlung eingesetzt. Sie unterdrücken den Eisprung und reduzieren den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, was zu einer verringerten Prostaglandinproduktion und somit zu einer Schmerzlinderung führt.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2023 fasst die Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit von kombinierten oralen Kontrazeptiva bei primärer Dysmenorrhoe zusammen. Dabei werden Vergleiche mit Placebo, anderen OCP-Regimen sowie nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) betrachtet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Cochrane Review ist die kontinuierliche Einnahme von oralen Kontrazeptiva (ohne Pillenpause) zur Schmerzlinderung bei Dysmenorrhoe möglicherweise wirksamer als das Standardregime. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass dieses Vorgehen häufiger zu unregelmäßigen Blutungen führt. Da Langzeitdaten zur Sicherheit der kontinuierlichen Einnahme fehlen, wird eine individuelle Abwägung empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review bestätigt, dass kombinierte orale Kontrazeptiva Schmerzen bei primärer Dysmenorrhoe wirksamer reduzieren als ein Placebo. Zudem können sie den Bedarf an zusätzlichen Schmerzmitteln verringern.

Laut Review verringert die kontinuierliche Einnahme ohne Pillenpause die Schmerzen möglicherweise stärker als das Standardregime mit siebentägiger Pause. Allerdings geht die kontinuierliche Einnahme mit einem höheren Risiko für unregelmäßige Blutungen einher.

Die Evidenz zeigt wahrscheinlich keinen relevanten Unterschied in der Schmerzlinderung zwischen älteren (erste/zweite Generation) und neueren (dritte/vierte Generation) Gestagenen. Auch zwischen verschiedenen Östrogendosierungen (20 µg vs. 30 µg) konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden.

Der aktuelle Cochrane Review liefert keine ausreichenden Daten, um diese Frage abschließend zu beantworten. Es ist unklar, ob nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wirksamer sind als orale Kontrazeptiva.

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Quelle: Cochrane Review: Combined oral contraceptive pill for primary dysmenorrhoea (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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