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PTA bei Multipler Sklerose (CCSVI): Therapie-Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI) beschreibt eine Verengung der blutableitenden Venen aus Gehirn und Rückenmark. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass dieser eingeschränkte Blutabfluss eine Rolle bei der Pathogenese der Multiplen Sklerose (MS) spielen könnte.

Als mögliche Therapieform wurde die perkutane transluminale Angioplastie (PTA) zur Aufdehnung der betroffenen Venen vorgeschlagen. Dieser Eingriff erlangte unter dem Begriff "Liberation Treatment" große mediale Aufmerksamkeit und weckte hohe Erwartungen bei Betroffenen.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit der venösen PTA bei Erwachsenen mit MS und diagnostizierter CCSVI. Hierfür wurden drei randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 238 Teilnehmenden ausgewertet, bei denen die PTA mit einem Schein-Eingriff (Sham-Prozedur) verglichen wurde.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review stellt unmissverständlich klar, dass die sogenannte "Befreiungstherapie" (Liberation Treatment) mittels venöser Angioplastie bei Multipler Sklerose wirkungslos ist. Es wird empfohlen, betroffene Personen proaktiv über die fehlende wissenschaftliche Evidenz aufzuklären, um unrealistische Erwartungen und unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review bietet die PTA keinen klinischen Nutzen hinsichtlich Behinderungsprogression, Schubrate oder Lebensqualität. Die Intervention wird daher für Menschen mit MS nicht empfohlen.

Die Hypothese, dass CCSVI eine ursächliche Rolle bei der Entstehung der Multiplen Sklerose spielt, konnte in kontrollierten Studien nicht bestätigt werden. Der Review zeigt, dass die Behebung venöser Verengungen den Krankheitsverlauf nicht positiv beeinflusst.

Die Meta-Analyse bewertet die PTA als ein sicheres Verfahren. Es wurde kein signifikant erhöhtes Risiko für schwerwiegende operative oder postoperative unerwünschte Ereignisse im Vergleich zu einem Schein-Eingriff festgestellt.

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Quelle: Cochrane Review: Percutaneous transluminal angioplasty for treatment of chronic cerebrospinal venous insufficiency (CCSVI) in people with multiple sclerosis (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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