EKT bei therapieresistenter Schizophrenie: Wirksamkeit
Hintergrund
Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) wird seit 1938 zur Behandlung der Schizophrenie eingesetzt. Dabei wird über Elektroden am Kopf ein elektrischer Reiz verabreicht, der einen Krampfanfall auslöst.
Der Einsatz der EKT wird aufgrund möglicher Langzeitnebenwirkungen wie Gedächtnisverlust in der Praxis häufig kontrovers diskutiert.
Dieser Cochrane Review untersucht die klinische Wirksamkeit und Sicherheit der EKT bei Personen mit therapieresistenter Schizophrenie. Es wurden 15 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1285 Teilnehmern ausgewertet.
💡Praxis-Tipp
Laut dem Cochrane Review sollte bei der Aufklärung über eine EKT-Zusatzbehandlung das potenziell erhöhte Risiko für Gedächtnisverschlechterungen berücksichtigt werden. Gleichzeitig wird betont, dass die Kombination aus EKT und Standardversorgung das mittelfristige klinische Ansprechen bei therapieresistenter Schizophrenie signifikant verbessern kann.
Häufig gestellte Fragen
Der Cochrane Review zeigt, dass die EKT in Kombination mit der Standardversorgung das mittelfristige klinische Ansprechen verbessert. Für die EKT als Monotherapie reicht die Evidenz derzeit nicht aus.
Laut den ausgewerteten Studien kann die EKT das Risiko für eine Verschlechterung des Gedächtnisses erhöhen. Dies sollte bei der Therapieentscheidung abgewogen werden.
Beim Vergleich von EKT plus Standardversorgung mit Antipsychotika (wie Clozapin) plus Standardversorgung zeigte sich kein klarer Unterschied beim klinischen Ansprechen. Der mentale Status verbesserte sich in der EKT-Gruppe jedoch stärker.
Die Meta-Analyse fand keine klaren Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Behandlungsakzeptanz. Die Rate der vorzeitigen Studienabbrüche war in den untersuchten Gruppen vergleichbar.
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Quelle: Cochrane Review: Electroconvulsive therapy for treatment-resistant schizophrenia (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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